Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Adidas streicht Online-Klauseln aus Händlerverträgen

Sportartikel im Internet  

Adidas streicht Online-Klauseln aus Händlerverträgen

02.07.2014, 15:42 Uhr | AFP, dpa

Adidas streicht Online-Klauseln aus Händlerverträgen. Adidas gibt dem Druck des Bundeskartellamts nach (Quelle: Reuters)

Europas größter Sportartikel-Hersteller: Adidas (Quelle: Reuters)

Händler können künftig wieder Adidas-Produkte auf Online-Marktplätzen wie eBay oder Amazon verkaufen. Auf Druck des Bundeskartellamts hob Adidas entsprechende Verbotsklauseln in den Verträgen auf. "Nach umfangreichen Ermittlungen bei den deutschen Händlern und den Sportartikelherstellern wurde Adidas im Laufe des Verfahrens informell mitgeteilt, dass schwerwiegende wettbewerbsrechtliche Bedenken (...) bestehen", so das Kartellamt in Bonn.

Adidas erklärte dagegen, dass sich die Online-Marktplätze seit Beginn des Kartellamtsverfahrens weiterentwickelt hätten und inzwischen die Vorgaben des Konzerns erfüllten. Deshalb habe man sich entschieden, "ab sofort den Verkauf unserer Produkte auf offenen Marktplätzen zuzulassen". Das Kartellamt stellte sein Verfahren gegen den Hersteller inzwischen ein.

Online-Handel darf nicht ausgeschlossen werden

Zwar dürften Hersteller bei der Auswahl ihrer Händler bestimmte Qualitätsanforderungen stellen, erläuterte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. "Nach europäischem und deutschem Kartellrecht ist es aber nicht erlaubt, wesentliche Vertriebskanäle wie den Online-Handel weitgehend auszuschalten", erklärte er. Gerade für kleinere und mittlere Sportartikelhändler sei es wichtig, dass sie die Waren nicht nur in eigenen Online-Shops, sondern auch auf Online-Marktplätzen anbieten könnten.

Der Bundesverband Onlinehandel (BVOH) begrüßte "diesen Sinneswandel der Adidas-Verantwortlichen", wie der Verband mitteilte. Der Weltkonzern spiele mit seiner Neuausrichtung eine wichtige Vorreiterrolle für andere Hersteller, denn noch immer gebe es "Hunderte von Herstellern, die Fachhändlern den Online-Vertrieb verbieten", kritisierte BVOH-Präsident Oliver Prothmann.

Auch Asics wurde abgemahnt

Die Kartellbehörde hatte neben Adidas zuletzt auch die Vertriebspraxis des Sportwarenfabrikanten Asics unter die Lupe genommen und den Konzern wegen ähnlicher, "schwerwiegender Wettbewerbsbeschränkungen" abgemahnt. Demnach verbietet auch Asics in seinen Vertriebsregeln den Verkauf über Online-Marktplätze und untersagt außerdem die Auflistung in Preisvergleichsportalen. Mit Asics verhandeln die Kartellwächter den Angaben zufolge derzeit noch über eine kartellrechtlich einwandfreie Ausgestaltung des Internet-Vertriebs.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bereit für den Sommer? Finde luftig, leichte Kleider
jetzt auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe