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Mitfahr-App BlaBlaCar bekommt 100 Millionen Dollar

Mitfahr-App  

BlaBlaCar bekommt 100 Millionen Dollar

02.07.2014, 13:14 Uhr | dpa-AFX

Mitfahr-App BlaBlaCar bekommt 100 Millionen Dollar. Investoren trauen der Mitfahr-App Blablacar einiges zu (Quelle: dpa)

Investoren trauen der Mitfahr-App Blablacar einiges zu (Quelle: dpa)

Die französische Mitfahr-App BlaBlaCar hat bei Investoren 100 Millionen Dollar eingesammelt. Vor allem der internationale Ausbau soll damit vorangetrieben und beschleunigt werden, kündigte Firmenchef Frédéric Mazzella an. Ziel sei es, ein "Beförderungs-Netzwerk rund um die Welt" zu schaffen. Der Dienst hat bisher acht Millionen Mitglieder in zwölf Ländern und rund eine Million Nutzer im Monat. Über BlaBlaCar können sich Leute zum Mitfahren verabreden, um die Kosten der Fahrt zu teilen.

In Deutschland gebe es nach einem Jahr über eine Million Mitglieder, hieß es. Hier startete jüngst der Hamburger Konkurrent WunderCar, der sein ursprünglich breiter angelegtes Geschäftsmodell nach Einschreiten der Behörden auf Mitfahrgelegenheiten reduzierte. Wenn Fahrer mit dem Mitnehmen von Passagieren Profit machen, überschreitet man schnell die Grenze zum gewerblichen Betrieb, der strikt reguliert wird. Deshalb sind die Preise fürs Mitfahren bei BlaBlaCar klar gekappt. Der Dienst will sich über eine Provision finanzieren.

Größeres Interesse bei Investoren

Bei der vergangenen Finanzierungsrunde im Jahr 2012 hatte BlaBlaCar vergleichsweise bescheidene zehn Millionen Dollar eingenommen und expandierte danach in elf Länder. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Nicolas Brusson sagte dem Technologieblog "Recode", BlaBlaCar habe für die aktuelle Runde eigentlich eher eine Summe von 25 Millionen Dollar angepeilt, das Interesse der Investoren sei aber größer als erwartet gewesen. Das Geld kommt unter anderem von den Start-up-Finanzierern Index Ventures und Accel Partners.

Das Geschäft mit der Mobilität befindet sich in einer Umbruchphase. Als Trend zeichnet sich ab, dass immer weniger Menschen vor allem in den Städten eigene Autos besitzen wollen. Stattdessen versuchen diverse Online-Dienste, in die Bresche zu springen. Besonders bekannt wurde der auch in Deutschland aktive Fahrdienst Uber, der den Taxis Konkurrenz macht. Uber aus San Francisco bekam vor wenigen Wochen 1,2 Milliarden Dollar von Investoren und wurde dabei insgesamt mit 17 Milliarden Dollar bewertet.

BlaBlaCar habe keine Pläne, in den US-Markt zu gehen, sagte Brusson zu "Recode". Man sehe große Wachstumschancen in anderen Ländern. So habe der Dienst in Russland in den ersten drei Monaten über 250.000 Mitglieder gewonnen. Brusson sieht BlaBlaCar als erschwinglichere Alternative zu Uber. "Der eine Dienst wird von Bankern oder Anwälten genutzt, der andere von 99 Prozent der Bevölkerung."

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