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Airbus-Chef Fabrice Bregier fordert Abwertung des Euro

Für leichtere Exporte  

Airbus-Chef fordert Abwertung des Euro

08.07.2014, 12:11 Uhr | t-online.de

Airbus-Chef Fabrice Bregier fordert Abwertung des Euro. Der Chef für die zivile Airbus-Sparte, Fabrice Bregier, wünscht sich einen schwächeren Euro (Quelle: Reuters)

Der Chef für die zivile Airbus-Sparte, Fabrice Bregier, wünscht sich einen schwächeren Euro (Quelle: Reuters)

Euro-Kritikern gilt die Gemeinschaftswährung als nicht hart genug - aber manchen ist der Euro auch zu teuer. Zu ihnen gehört der Chef der Airbus-Zivilsparte, Fabrice Bregier. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" forderte er, den Euro gezielt abzuwerten, um Ausfuhren vor allem in den Dollar-Raum zu erleichtern. Bregier räumte jedoch gleichzeitig ein, dass seine Forderung auf manche schockierend wirken könnte.

Statt eines Euro-Kurses wie aktuell 1,36 Dollar wünscht sich Bregier eine Spanne von 1,20 bis 1,25 Dollar. Dann könne jeder, der in Europa produziert, gut exportieren. "Die Amerikaner und die Japaner setzen gezielt ihre Währung ein, um ihre Industrien zu fördern", sagte Bregier. Die EZB versuche hingegen "eine Inflation zu bekämpfen, die es gar nicht gibt". Das "Gerede in Europa", dass eine Abwertung nicht möglich sei, könne er nicht mehr hören, klagte Bregier.

Airbus habe seine Kosten zu 90 Prozent in der Eurozone, verkaufe aber 90 Prozent seiner Produkte in Dollar. "Steigt der Euro um einen Cent gegenüber dem Dollar, fehlen uns 100 Millionen Euro im Ergebnis", sagte Bregier.

So funktioniert die Abwertung

Eine Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar könnte auf zwei Wegen geschehen. Zum einen könnte die Europäische Zentralbank (EZB) einen festen Wechselkurs festlegen. Zum anderen könnte sie mit Devisengeschäften den Euro-Kurs in die gewünschte Richtung bewegen. Diesen Weg beschreitet beispielsweise die Schweizer Nationalbank (SNB), um eine zu starke Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro zu verhindern.

Sie hat wiederholt erklärt alles zu tun, damit der Franken mindestens 1,20 pro Euro kostet. Dazu kauft sie Devisen - notfalls in unbeschränkter Höhe. Das Programm läuft seit ungefähr zwei Jahren. Allerdings musste die SNB zuletzt nicht mehr eingreifen, weil sich die Schuldenkrise in Europa abgeschwächt und damit die Flucht in den Franken nachgelassen hat.

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