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Citigroup wird wohl sieben Milliarden Dollar Strafe zahlen


Faule Hypotheken  

Citigroup wird wohl sieben Milliarden Dollar Strafe zahlen

09.07.2014, 13:40 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Mit der Zahlung von sieben Milliarden Dollar will nun auch die US-Großbank Citigroup einem Insider zufolge den Streit über fragwürdige Geschäfte mit Hypotheken-Papieren zu den Akten legen. Das wären zwar deutlich mehr als die drei Milliarden Dollar, die einige Experten bislang für das Institut veranschlagt hatten. Gleichwohl käme die Bank glimpflicher davon als der Rivale JPMorgan, der im November in einem ähnlichen Fall für Altlasten aus der Finanzkrise die Rekordsumme von 13 Milliarden Dollar an die Behörden gezahlt hat.

Das Institut dürfte im Streit um faule Hypothekenkredite kurz vor der Einigung mit der Behörde stehen, berichtete auch das "Wall Street Journal" auf seiner Internetseite unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Citigroup wird vorgeworfen, Geldanlegern hochriskante Hypothekenpapiere verkauft und damit um Milliarden von Dollar gebracht zu haben. Ursprünglich hatte es aus Kreisen geheißen, das US-Justizministerium verlange mehr als zehn Milliarden.

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Ermittlungen gegen mehrere Banken wegen fauler Hypotheken

Die Behörde ermittelt gegen eine ganze Reihe von Banken. Sie hatten vor 2008 in großem Maße Hypothekenpapiere verkauft, die in den Wirren der Finanzkrise dann massiv an Wert verloren. Der Vorwurf lautet, die Banken hätten ihre Kunden über die Risiken dieser Papiere nicht genügend aufgeklärt oder gar in die Irre geführt. Auch gegen die Bank of America wird ermittelt. Hier wird über einen Vergleich in Höhe von zwölf bis 17 Milliarden Dollar spekuliert.

Im Zusammenhang mit der Immobilienkrise mussten rund ein Dutzend US-Banken seit 2012 bereits mehr als 80 Milliarden Dollar an unterschiedlichen Strafen zahlen. Erst im April hatte die Citigroup mehr als 1,1 Milliarden Dollar an eine Gruppe von institutionellen Investoren entrichtet und damit einen Rechtsstreit beigelegt.

JPMorgan zahlte 13 Milliarden

Die höchste Summe zahlte die US-Großbank JPMorgan Chase im vergangenen November. Um den Streit mit der US-Regierung über Hypothekenpapiere beizulegen, drückte JPMorgan 13 Milliarden Dollar ab.

Die Deutsche Bank kam im Dezember mit der Zahlung von 1,4 Milliarden Euro davon. Damit sind aber noch nicht alle Klagen in der Sache aus dem Weg geräumt. So haben Investoren wie die Allianz-Tochter Pimco und die DZ Bank die Deutsche Bank und fünf andere Häuser verklagt. Sie sollen ihre Pflichten als Treuhänder verletzt haben, weil sie die Emittenten der hypothekenbesicherter Papiere vor der Finanzkrise nicht zum Rückkauf wackliger Kredite gedrängt haben sollen.

Hollande beschwerte sich bei Obama

Die französische Großbank BNP Paribas hatte wegen Geschäften mit sogenannten Schurkenstaaten wie dem Sudan, dem Iran und Kuba einer Zahlung von knapp neun Milliarden Dollar zugestimmt. Das ist die höchste jemals in den USA verhängte Buße gegen ein ausländischen Kreditinstitut. Das Verhalten des amerikanischen Justizministeriums schlug hohe Wellen, so hatte sich Frankreichs Präsident Francois Hollande bei seinem US-Amtskollegen Barack Obama über das Vorgehen der Ermittler beschwert.

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