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Adidas will bei Manchester United nach Nike-Ausstieg einsteigen


100 Millionen Dollar pro Jahr  

Macht ManU Mega-Deal mit Adidas?

09.07.2014, 16:04 Uhr | dpa

Adidas will bei Manchester United nach Nike-Ausstieg einsteigen. Läuft ManU-Star Wayne Rooney bald in adidas auf? (Quelle: imago/Sportimage )

ManU-Star Wayne Rooney läuft bald in Adidas auf (Quelle: imago/Sportimage )

Der US-Sportartikelhersteller Nike wird seinen Ausstatter-Vertrag mit Manchester United (ManU) nicht verlängern. Stattdessen könnte nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg der Erzrivale Adidas zum Zug kommen. Die deutsche Firma biete mehr als 100 Millionen US-Dollar (73,5 Mio. Euro) pro Jahr, um den zwanzigfachen englischen Fußballmeister künftig ausstatten zu dürfen - laut Analysten zu viel. Adidas-Aktien gehörten zuletzt mit einem Verlust von gut zwei Prozent zu den größten Verlierern im DAX.

Nach über einem Jahr andauernden exklusiven Verhandlungen konnten sich Nike und ManU nicht auf die Konditionen einer erneuerten Partnerschaft einigen. "Jedwede Partnerschaft mit einem Club oder einem Verband muss für beide Seiten nutzbringend sein", teilte Nike in einer Stellungnahme mit. Die Bedingungen für einen neuen Vertrag seien für die Nike-Aktionäre nicht günstig gewesen.

ManU will nicht mehr bezahlen

ManU strich aus dem Vertrag in der Saison 2012/2013 inklusive der Merchandising-Erlöse, also des Verkaufs von Trikots an Fans, rund 38 Millionen Pfund (umgerechnet 48 Millionen Euro) ein. Medienberichten zufolge will der Verein, der die vergangene Saison auf dem siebten Tabellenplatz der Premier League beendete, mit einem neuen Vertrag auf 60 Millionen Pfund (76 Millionen Euro) pro Spielzeit kommen.

Zwei Milliarden Euro mit Fußball

Nike hatte Adidas zuletzt in deren Kerngeschäft Fußball arg bedrängt. Selbst in Deutschland, dem Heimatmarkt der Franken, zog der Branchenprimus beim Verkauf von Fußballschuhen mit Adidas gleich - eine Entwicklung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Im gesamten Geschäft mit Fußballprodukten liegt Adidas aber weiterhin deutlich vorn und will in diesem Jahr einen Rekordumsatz von zwei Milliarden Euro erreichen.

Doch auch wenn die Spieler des englischen Traditionsvereins künftig nicht mehr in Nike-Trikots auf dem Platz stehen: Der US-Konzern rechnet mit einem weiteren kräftigen Wachstum in der Fußball-Sparte. "Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir im Fußball um 21 Prozent gewachsen. Ich verspreche Ihnen, das wird auch so weitergehen im nächsten Jahr", sagte Nike-Chef Mark Parker dem "Handelsblatt". In den USA, aber auch in China gebe es große Wachstumschancen. An Vereinen beteiligen wolle sich das Unternehmen indes nicht.

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