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Fed-Anleihenkauf könnte im Herbst enden


US-Notenbank  

Fed-Anleihenkauf könnte im Herbst enden

10.07.2014, 07:22 Uhr | dpa, rtr

Fed-Anleihenkauf könnte im Herbst enden. Im Oktober könnten die Käufe mit einer letztmaligen Reduktion des Aufkauf-Volumens enden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Oktober könnten die Käufe mit einer letztmaligen Reduktion des Aufkauf-Volumens enden (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Milliarden-Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank wird möglicherweise im Herbst beendet. Den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung vom 17. und 18. Juni zufolge könnten die Notenbanker das Programm nach ihrer Oktober-Sitzung auslaufen lassen. Voraussetzung sei, dass der Aufwärtstrend der US-Wirtschaft anhalte.

Den Aufzeichnungen zufolge sind die Zentralbanker zuversichtlich, dass die US-Wirtschaft sich nachhaltig von der Krise des harten Winters erholt hat und auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs bleibt.

Der positive Ausblick der Notenbanker wurde zuletzt durch überraschend gute Konjunkturdaten gestützt. So wächst der US-Arbeitsmarkt so stark wie seit langem nicht mehr. Nach den Angaben stieg die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft im Juni um 288.000 und damit deutlich stärker als erwartet. Das Wachstum liegt damit seit fast einem halben Jahr ohne Unterbrechung über der Schwelle von 200.000 Jobs. Die Arbeitslosenzahl steht mit 6,1 Prozent auf dem niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren. Auch die Inflationsentwicklung sehen die Fed-Experten offenbar unter Kontrolle. Dem Protokoll zufolge geht die Notenbank davon aus, dass die Preissteigerung innerhalb der nächsten zwei Jahre unter dem Zielwert von zwei Prozent bleiben wird.

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Breite Übereinstimmung bei den Fed-Gouverneuren

Der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss der Federal Reserve hatte in seiner Juni-Sitzung bereits eine weitere Drosselung der Geldspritzen beschlossen und deutlich gemacht, dass für 2015 Zinserhöhungen angepeilt werden. Die monatlichen Konjunkturhilfen werden dem Beschluss zufolge zunächst um zehn Milliarden Dollar gekürzt. Das Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen und Hypotheken-Papieren sinkt damit wie erwartet auf 35 Milliarden Dollar pro Monat.

Dem Protokoll zufolge herrschte breite Übereinstimmung bei den Fed-Gouverneuren darin, dass das Programm im Oktober mit einer letztmaligen Reduktion des Aufkauf-Volumens auf 15 Milliarden Dollar im Monat endet. Als Alternative sei diskutiert worden, ein Fünf-Milliarden-Aufkaufprogramm bis Dezember aufrechtzuerhalten. Jedoch hätten die meisten Sitzungsteilnehmer dies als "technische Frage ohne spürbare Auswirkungen auf die Volkswirtschaft betrachtet", heißt es in dem Protokoll. Die Notenbanker um Fed-Chefin Janet Yellen beließen den Leitzins außerdem bei null bis 0,25 Prozent.

Zu hohe Risikobereitschaft an den Finanzmärkten

In der US-Notenbank zeigt man sich aber zusehends beunruhigt über die nachlässige Haltung von Investoren gegenüber wirtschaftlichen Risiken. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) warnen vor der gestiegenen Risikoneigung an den Finanzmärkten.

Die entsprechenden Vertreter verwiesen auf die geringen Bewegungen an den Aktien-, Devisen- und Anleihemärkten. Hinweise auf eine baldige Zinswende gab die US-Notenbank jedoch nicht. Man müsse weiter für ein günstiges Umfeld für die wirtschaftliche Erholung sorgen, hieß es im Protokoll. Notenbankchefin Yellen hatte zuletzt deutlich gemacht, dass die Geldpolitik ein ungeeignetes Instrument sei, um Finanzmarktrisiken entgegen zu wirken. Eine verbesserte Überwachung des Gesamtsektors sei aber notwendig, um Stabilitätsrisiken frühzeitig zu erkennen.

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Die für das kommende Jahr erwarte erste Zinserhöhung nach der Krise, soll rechtzeitig vorbereitet werden, heißt es in den Protokollen. Man wolle einen Plan entwickeln, wie im weiteren Jahresverlauf die anstehende Normalisierung der Geldpolitik kommuniziert werden soll. Die Öffentlichkeit solle bereits vor den ersten Schritten informiert werden. Die meisten Marktteilnehmer erwarten eine Zinswende Mitte 2015. Nach den zuletzt starken Arbeitsmarktdaten halten immer mehr Experte auch eine frühere Zinswende für möglich. So rechnet auch der Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, bereits Ende des ersten Quartals 2015 mit der ersten Zinserhöhung der Fed seit 2006.

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