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Deutlich mehr Aufträge: Airbus überflügelt Erz-Rivalen Boeing


Deutlich mehr Aufträge  

Airbus überflügelt Erz-Rivalen Boeing

17.07.2014, 18:07 Uhr | dpa, t-online.de

Deutlich mehr Aufträge: Airbus überflügelt Erz-Rivalen Boeing. Der Airbus330, Vorgänger des spritsparenderen A330neo (Quelle: dpa)

Der Airbus330, Vorgänger des spritsparenderen A330neo (Quelle: dpa)

Die Luftfahrtschau in Farnborough bei London hat dem Flugzeugbauer Airbus kräftigen Rückenwind verschafft. Vor allem die spritsparenden Neuauflagen der Mittel- und Langstreckenjets A320 und A330 mit dem Beinamen "neo" fanden reißenden Absatz. Airbus sammelte Fest- und Vorverträge für 500 Maschinen mit einem Wert nach Listenpreisen von umgerechnet 55 Milliarden Euro ein, wie der Hersteller berichtete. US-Rivale Boeing kam nur auf gut 200 Flugzeuge für knapp 30 Milliarden Euro.

Wegen der vielen Abbestellungen bei Airbus liegen die Amerikaner bei der Auftragsbilanz in diesem Jahr jedoch weiter vorn.

Spritsparer schwer gefragt

Von der erst am Montag vorgestellten A330neo wurden die Europäer binnen vier Tagen 121 Exemplare los. Mit moderneren Triebwerken und veränderten Tragflächen soll der Jet 14 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als der 20 Jahre alte Vorgängertyp A330. Airbus will damit Boeings komplett neu entwickeltem Langstreckenjet 787 Dreamliner Paroli bieten. Von der Entscheidung will auch der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce profitieren: Er baut den einzigen Antriebstyp für die A330neo.

Als Erstkunden unterzeichneten auf der Messe die malaysische Billigfluglinie AirAsia, die russische Transaero Airlines sowie drei Flugzeugfinanzierer Vorverträge für den Flieger, der Ende 2017 erstmals ausgeliefert werden soll. Im Gegenzug zur Neuauflage streicht Airbus die ähnlich große Kurzversion seines Großraumjets A350 aus dem Programm. Für die anderen Varianten der A350 fand sich mit Air Mauritius nur ein Neukunde, der vier Maschinen bestellen will.

Großraumflieger enttäuschen

Boeing konnte von seinem jüngsten Modell 787 "Dreamliner" 18 Maschinen losschlagen. Zudem zurrte der US-Konzern einen Großauftrag von Qatar Airways für 50 Exemplare des modernisierten Langstreckenjets 777-9X fest. Die ganz großen Flugzeugtypen warteten hingegen vergeblich auf Käufer: Weder für Boeings Jumbo 747-8 noch Airbus' doppelstöckiges Flaggschiff A380 wurden auf der Messe Verträge abgeschlossen.

Der Löwenanteil der Vor- und Festbestellungen entfällt bei beiden Herstellern auf die Mittelstreckenjets. Die spritsparende Neuauflage von Airbus' Verkaufsschlagers A320, die A320neo, knackte auf der Messe die Marke von 3000 Festbestellungen seit ihrer Vorstellung vor dreieinhalb Jahren. Boeings Konkurrenzflieger, die 737-MAX, kommt inzwischen auf mehr als 2000 Exemplare.

Jubel bei Airbus

Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach angesichts der Auftragsbilanz von "der besten Farnborough Airshow in der Geschichte" des Flugzeugbauers. Allerdings war der europäische Flugzeugbauer im ersten Halbjahr wegen mehr als 200 Abbestellungen deutlich hinter Boeing zurückgefallen. Im Juni hatte die arabische Fluglinie Emirates ihre Bestellung für 70 Exemplare des neuen Airbus-Großraumjets A350 gestrichen. Auch bei den Mittelstreckenjets aus der A320-Familie musste Airbus bereits verbuchte Aufträge wieder hergeben.

Einschließlich der verbindlichen Messeaufträge hat Airbus seit Jahresbeginn nun Festbestellungen für 873 Maschinen eingesammelt - 64 mehr als Boeing. Nach Abzug der Stornierungen bleiben bei den Europäern allerdings nur 648 übrig. Boeing liegt hier netto mit 755 Maschinen vorn.

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