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Deutsche Bahn plant Mega-Güterzüge


1500 Meter Länge  

Deutsche Bahn plant Mega-Güterzüge

19.07.2014, 15:13 Uhr | dpa

Deutsche Bahn plant Mega-Güterzüge. Die Deutsche Bahn will künftig doppelt so lange Güterzüge als bisher einsetzen (Quelle: imago/rüdiger wölk)

Die Deutsche Bahn will künftig doppelt so lange Güterzüge als bisher einsetzen (Quelle: imago/rüdiger wölk)

Die Deutsche Bahn hat ambitionierte Pläne: Der Konzern will die Länge seiner Güterzüge verdoppeln und somit mehr Fracht transportieren. "In 10 bis 15 Jahren könnten wir 1500 Meter lange Züge einsetzen. Die Idee ist noch visionär, aber machbar", sagte Logistikvorstand Karl-Friedrich Rausch der "Wirtschaftswoche" (Montag).

Die längsten Güterzüge mit 835 Meter würden derzeit auf der Strecke von Maschen bei Hamburg ins dänische Padborg eingesetzt. Für längere Güterzüge müssten im deutschen Schienennetz Überholgleise gebaut und die Bremstechnik verbessert werden.

Der Vorstand der Bahntochter DB Netz AG, Jörg Sandvoß, sieht Investitionsbedarf in das bestehende Schienennetz. "Wir müssen das Verhältnis zwischen Ausbau und Bestandserhalt erst einmal klar in Richtung Bestandserhalt schieben", sagte Sandvoß der Wochenzeitung "VDI nachrichten". Auf den Hauptstrecken seien jedoch ausreichend lange Ausweichstellen nötig, damit der Güterverkehr überholt werden könne.

60.000 "Flüsterbremsen" gegen Lärm

Vergangene Woche hatte der Konzern angekündigt, 60.000 Güterwagen mit "Flüsterbremsen" ausstatten zu wollen, um Lärm durch die Fahrgeräusche zu verringern. Das "Flüstern" bezieht sich weniger auf den Bremsvorgang selbst als auf die Folgen für das Fahrgeräusch: Weil die neuen Bremsen aus einem Kunststoffgemisch das Rad weniger aufrauen als herkömmliche aus Grauguss, laufen die Wagen leiser. Bei regelmäßig gepflegten Gleisen sollen die vorbeifahrenden Züge für die Anwohner nur noch halb so laut sein.

Einigen Kritikern, etwa entlang der vielbefahrenen Strecke am engen Mittelrheintal, geht die Umrüstung nicht schnell genug. Sie fordern einen strafferen Zeitplan und mehr Schallschutz, etwa durch Schutzwände oder Dämpfer an den Schienen. Dadurch wird die Schwingung der Schienen gemildert, der Krach beim Fahren sinkt. Seit Jahren klagen Anwohner am Rhein, aber auch anderswo in Deutschland, über den Geräuschpegel der Züge.

Für höhere Betriebskosten der neuen Bremsen, etwa durch eine teure Wartung - hofft die Bahn auf Hilfe vom Staat. Bis 2020 soll die Wartung den Konzern rund 230 Millionen Euro kosten.

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