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Klage in den USA: Deutsche Bank angeblich Silberpreis manipuliert


Klage in den USA  

Deutsche Bank hat angeblich Silberpreis manipuliert

26.07.2014, 10:16 Uhr | rtr, dpa-AFX

Klage in den USA: Deutsche Bank angeblich Silberpreis manipuliert. Mehrere Banken in den USA sind wegen angeblicher Manipulation des Silberpreises verklagt worden (Quelle: Reuters)

Mehrere Banken in den USA sind wegen angeblicher Manipulation des Silberpreises verklagt worden (Quelle: Reuters)

Schon wieder droht der Deutschen Bank in den USA juristischer Ärger: Diesmal wurde das Unternehmen wegen angeblicher Manipulation des Silberpreises verklagt. Mit angeklagt sind auch die britische HSBC und die kanadische Bank of Nova Scotia. Die Geldhäuser sollen über Jahre hinweg das Silber-Fixing beeinfluss zu haben. Die Klage reichte ein Bewohner aus Washington DC bei einem New Yorker Bezirksgericht ein. Er strebt die Zulassung als Sammelklage an. Die Deutsche Bank und HSBC lehnten eine Stellungnahme ab, bei Nova Scotia war zunächst niemand zu erreichen.

Auch wegen mutmaßlicher Manipulationen des täglich festgesetzten Goldpreises wurden bereits Klagen eingereicht. Die in diesen beiden Fällen betroffenen Banken wiesen die Vorwürfe zurück.

US-Aufsicht ermahnt Deutsche Bank

Jüngst hatte eine Aufsichtsbehörde in den USA bei der US-Tochter der Deutschen Bank angeblich "ernsthafte Probleme" festgestellt. Das berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ). So hatte die US-Tochter im Dezember einen Brandbrief der Federal Reserve Bank of New York erhalten. Die Notenbank als Aufsichtsbehörde habe darin unter anderem eine schlampige Buchführung, sowie eine unzureichende Kontrolle und mangelhafte technische Systeme angemahnt, schrieb das Blatt.

Brisante Tonbänder gefunden

Im Zusammenhang mit dem Skandal um betrügerische Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor ist zudem bislang unklar, ob dahinter nur einzelne Händler von Banken stecken, oder ob systematisch getrickst wurde. Bei der Deutschen Bank haben Ermittler jüngst Tonbandaufnahmen gefunden, die auf weitergehende Absprachen hindeuten, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete.

Bei dem Libor-Skandal geht es um den Verdacht, dass Mitarbeiter von Geldhäusern wie Barclays, Deutscher Bank oder UBS Zinssätze wie den Libor manipuliert haben, um daraus bei Geschäften Vorteile zu ziehen. Der Libor drückt aus, zu welchem Zinssatz Banken Geld an andere Finanzinstitute verleihen oder sich selbst leihen können. Der Zinssatz wird täglich von den größten Banken an der Börse in London festgelegt.

Hohe Manager zu hören

Wie die "SZ" berichtete, stammen die nun gefundenen Mittschnitte aus den Londoner Büros der Deutschen Bank. Brisant daran ist, dass auf den Aufnahmen hohe Manager zu hören sein sollen - darunter auch Führungskräfte, die inzwischen im erweiterten Vorstand der Deutschen Bank säßen, wie es heißt.

Den Informationen zufolge hat die Deutsche Bank die Tonbänder nach dem Fund ohne Zeitverzug an die Wirtschaftsprüfer weitergegeben, die im Auftrag der Finanzaufsicht BaFin eine Sonderprüfung durchführen. Im Herbst will die Behörde einen Abschlussbericht zum Libor-Skandal vorlegen. Laut "SZ" habe die Deutsche Bank zwar betont, dass sie bei der Aufklärung mit den Behörden zusammenarbeite. Den Fund der Tonbänder habe sie aber nicht kommentieren wollen.

Bei der Hauptversammlung im Mai mussten die Aktionäre erfahren, dass Deutschlands größte Bank in rund 6000 Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist. Der US-Senat rügte, das Institut habe Hedgefonds bei der Vermeidung von Steuerzahlungen von mehreren Milliarden Dollar geholfen.

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