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Derivate-Chance: Russlands Wirtschaft unter Beschuss

Derivate-Chance  

Russlands Wirtschaft unter Beschuss

03.08.2014, 15:02 Uhr | ZertifikateJournal AG

Derivate-Chance: Russlands Wirtschaft unter Beschuss. Gewitter über dem Kreml: Russland droht wegen der Sanktionen eine Rezession (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Gewitter über dem Kreml: Russland droht wegen der Sanktionen eine Rezession (Quelle: imago/ITAR-TASS)

Der Konflikt zwischen der Europäischen Union und Russland hat eine neue Stufe erreicht: Als Reaktion auf den mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 sowie auf den anhaltenden Konflikt in der Ukraine hat die EU eine Erschwerung des Zugangs zu den EU-Finanzmärkten für russische Banken, ein Verbot von künftigen Rüstungslieferungen, ein Exportverbot für bestimmte Hochtechnologiegüter an die russischen Streitkräfte und Ausfuhrverbote für Spezialtechnik zur Ölförderung beschlossen.

Nach Einschätzung der EU-Kommission sind die potenziellen Effekte der neuen Sanktionen erheblich. Sollten die Strafen voll umgesetzt werden, könnte die ohnehin schon angeschlagene russische Volkswirtschaft in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen, 2015 sogar um 4,8 Prozent. Damit würde das Land in eine tiefe Rezession stürzen. Als wäre das noch nicht genug, wurde Russland wegen der Zerschlagung des Erdölkonzerns Yukos vom ständigen Schiedsgericht in Den Haag zu Schadenersatz von knapp 52 Milliarden Dollar verdonnert.

Moskaus Aktien auf Talfahrt

Angesichts der Gemengelage verwundert es nicht, dass der russische Aktienmarkt auf Talfahrt gegangen ist. Dem von der Wiener Börse berechneten Russian Depositary Index (RDX), der die liquidesten an der London Stock Exchange gehandelten Global Depositary Receipts (GDRs) von russischen Firmen zusammenfasst, fehlen gegenüber dem im Juni erreichten Hoch schon fast zwölf Prozent.

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Anleger wittern nun neue Schnäppchen-Chancen, denn sie haben noch die Geschehnisse der zurückliegenden Monate im Kopf, als der RDX im März bis knapp unter die Marke von 1000 Punkten absackte. Der ersten Erholung, die bis Mitte April dauerte, folgte im Mai die Vollendung eines Doppelbodens. Anschließend startete die stürmische Aufwärtsbewegung, die Anlegern satte Gewinne bescherte.

Sollte Russland tatsächlich in eine Rezession abdriften, könnte der Aktienmarkt in der Tat noch einmal richtig unter Druck geraten. Allerdings ist fraglich, ob die Sanktionen tatsächlich in der vollen Härte umgesetzt werden. Denn die Volkswirtschaften der EU sind einfach zu stark mit Russland verflochten. Nach Berechnungen von Goldman Sachs haben allein Europas Banken Darlehen über 211 Milliarden Dollar an Kreditnehmer in Russland und der Ukraine vergeben. Aufgrund der großen gegenseitigen Abhängigkeiten ist eine anhaltende Hängepartie am wahrscheinlichsten. Gegen einen erneuten Fall des RDX unter 1000 Punkte spricht zudem die niedrige Bewertung russischer Aktien. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund fünf gehört Moskau zu den günstigsten Märkten weltweit.

Elf Prozent mit Stay High drin

Anleger sollten den erneuten Rücksetzer daher als Chance zum Einstieg in einen Stay High von der Société Générale begreifen (ISIN DE000SG5BAR2). Der exotische Optionsschein wirft in nur sechs Wochen einen Ertrag von gut elf Prozent ab. Dazu muss der RDX bis zum Laufzeitende stets über 1000 Punkten bleiben. Auf aktueller Basis entspricht das einem Risikopuffer von rund 17,5 Prozent. Wegen des Totalverlustrisikos sollten sich hier nur äußerst risikobereite Anleger engagieren. Bei einem Fall der Unterstützung bei 1050 Zählern sollte sicherheitshalber die Reißleine gezogen werden.        

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