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Burger King steht neuer Ärger der Gewerkschaften ins Haus

Alles nur "trügerischer Schein"  

Gewerkschaften erheben neue Vorwürfe gegen Burger King

10.08.2014, 08:02 Uhr | t-online.de

Burger King steht neuer Ärger der Gewerkschaften ins Haus. Der Fast-Food-Riese Burger King musste schwere Image-Schäden verdauen, scheint aber dennoch wenig verändert zu haben (Quelle: dpa)

Der Fast-Food-Riese Burger King musste schwere Image-Schäden verdauen, scheint aber dennoch wenig verändert zu haben (Quelle: dpa)

Um verlorenes Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, nahm sich die Fastfood-Kette Burger King so einiges vor. Doch offenbar waren das nur leere Versprechungen, denn gegenüber dem Magazin "Wirtschaftswoche" erheben Gewerkschafter neue Vorwürfe gegen den Konzern.

Nach einem Bericht über Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen bei dem Burger-King-Lizenznehmer Ergün Yildiz, startete der Konzern eine breit angelegte PR-Kampagne um sein angeschlagenes Image wieder aufzupolieren. Neben Führungswechseln und Aktionen wie dem "Tag der offenen Küche", bei dem sich Kunden selbst von der neuen Sauberkeit überzeugen können, plante der Fast-Food-Riese auch Verbesserungen bezüglich der Arbeitsbedingungen. Es hatte also den Anschein, Burger-King habe aus seinen Fehlern gelernt.

"Das ist ein trügerischer Schein", sagt jedoch Guido Zeitler, Referatsleiter Gastgewerbe bei der Gewerkschaft NGG der "Wirtschaftswoche". Äußerlich sei zwar Ruhe eingekehrt, doch Burger King sei noch weit davon entfernt, sich wie ein normaler Arbeitgeber zu verhalten.

Mit dem Drängen zum Rücktritt des Franchise-Nehmers Yildiz zog der Konzern zwar Konsequenzen und wirkte einsichtig. Schaut man sich Yildiz' Nachfolger an, dann sieht das jedoch anders aus. Neuer Geschäftsführer der Yi-Ko Holding GmbH ist nämlich Dieter Stummel, der, wie Zeitler der "Wirtschaftswoche" erklärt, ursprünglich die rechte Hand von Ergün Yildiz war und noch dazu die 91 Filialen in einigen Gerichtsstreitigkeiten gegen unliebsame Mitarbeiter vertrat.

Gewerkschafter spricht von chaotische Zuständen

Auch bezüglich der Löhne gebe es noch immer Probleme. Tim Lubecki von der NGG Augsburg spricht "Wirtschaftswoche" zufolge von "chaotischen Zuständen". Noch immer würden Zuschläge oder die Löhne bei Krankheit oder Urlaub nicht gezahlt.

Zwar hatte der Fast-Food-Riese einen Tarifvertrag eingeführt und plante eine Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, doch seit einem Gespräch im Mai habe es weder Treffen gegeben noch seien neue geplant.

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