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Bremen droht nach IfW-Berechnungen die Pleite


IfW-Berechnungen  

Bremen könnte das nächste Griechenland werden

15.08.2014, 14:19 Uhr | oca, t-online.de

Bremen droht nach IfW-Berechnungen die Pleite. Noch profitiert Bremen von den niedrigen Zinsen (Quelle: imago/Hans Blossey)

Das Bremer Rathaus auf dem Marktplatz (Quelle: imago/Hans Blossey)

Die Schulden des deutschen Staates sind im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 1950 wieder gesunken. Trotzdem müssen viele Bundesländer aufpassen - allen voran Bremen. Steigt die Zinslast, müsste der Stadtstaat vom Bund gerettet werden. Das geht aus einer Studie Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor, die der "Welt" vorliegt.

Die Bundesländer hatten am Schuldenabbau des Staates einen wesentlichen Anteil. Denn während der Bund seine Verbindlichkeiten um 0,8 Prozent auf 1,3 Billionen Euro verringerte, sank bei den Ländern der Schuldenstand um 20 Milliarden auf 624,9 Milliarden Euro (minus 3,1 Prozent).

Ein Grund: noch profitieren die Bundesländer von den niedrigen Zinsen. 2013 mussten sie nur 17,5 Milliarden Euro dafür ausgeben, schreibt die "Welt“ und bezieht sich auf Berechnungen des IfW. Hätten die Zinsen aber auf dem Niveau von 2008 gelegen, wären es 27,2 Milliarden Euro gewesen. Das seien 9,7 Milliarden Euro weniger gewesen, als sonst fällig geworden wären.

Bremen könnte umfallen

Wenn die Konjunktur allerdings anfängt zu schwächeln oder die Zinsen wieder steigen, würden die Finanzplanungen der Länder schnell Makulatur sein, schreibt die "Welt" weiter. Bremen etwa werde einer drohenden Pleite kaum entgehen. "Wenn die Zinswende kommt, fällt das hoch verschuldete Bremen um und muss vom Bund gerettet werden", sagt Jens Boysen-Hogrefe vom IfW der Zeitung.

Der Leiter des Zentrums für öffentliche Finanzen am Ifo-Institut ,Niklas Potrafke, verweist zudem darauf, dass weitere zwei Länder den Schuldenabbau nicht entschlossen genug angehen. "Mein Eindruck ist, dass die Landesregierungen in NRW und Baden-Württemberg sich ganz bewusst nicht so stark um Haushaltskonsolidierung bemühen", sagt Potrafke der "Welt".

"Unzweifelhaft sind die öffentlichen Haushalte, insbesondere der hochverschuldeten Gebietskörperschaften, durch die Niedrigzinspolitik der EZB nennenswert entlastet worden", sagte der frühere Ministerpräsident und Finanzminister Sachsens, Georg Milbradt (CDU). "Andernfalls wären höhere Defizite oder größere Konsolidierungsanstrengungen notwendig gewesen", schreibt die Zeitung.

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