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TUI will bei Fusion sich von über 100 Tochterunternehmen trennen

Großer Umbau  

TUI will über 100 Tochterunternehmen loswerden

18.08.2014, 12:47 Uhr | AFP , dpa-AFX , rtr

TUI will bei Fusion sich von über 100 Tochterunternehmen trennen. TUI-Chef Fritz Joussen will die größere Tochter TUI Travel ganz in den Konzern holen (Quelle: dpa)

TUI-Chef Fritz Joussen will die größere Tochter TUI Travel ganz in den Konzern holen (Quelle: dpa)

Der Reisekonzern TUI steht vor einem weitreichenden Umbau. Falls die geplante Fusion mit der Tochterfirma TUI Travel von den Aktionären genehmigt werde, sollten mehr als 100 der rund 650 Tochterfirmen zum Verkauf gestellt, geschlossen oder in andere Gesellschaften integriert werden. Das sagte Konzernchef Fritz Joussen dem "Handelsblatt". "Wir fokussieren uns auf den Kern".

Die Konzernteile, die im Fall der Fusion auf den Prüfstand kommen sollen, machen nach Joussens Angaben rund 15 Prozent des TUI-Umsatzes aus. Für das neue Unternehmen hat Joussen einen Expansionskurs vorgesehen: "Wir wollen sowohl bei den Hotels wie bei den Kreuzfahrtschiffen wachsen - und dazu Kapazitäten ausbauen."

Analysten kritisieren das Vorgehen, da dadurch gut laufende Geschäfte von TUI Travel wie etwa die Online-Bettenbörse "Hotelbeds" zur Disposition gestellt werden. Joussen stellt sich hinter die Idee: Die Internet-Seite sei Marktführer, aber im gesamten Konzern ein Nischengeschäft. Die Fusion solle außerdem 45 Millionen Euro einsparen.

Ende Juni hatten die TUI AG und TUI Travel mitgeteilt, dass sie sich zum weltgrößten Touristikunternehmen zusammenschließen wollen. Dazu will TUI die anderen Anteilseigner der Tochterfirma mit 0,399 Euro pro Aktie auszahlen. Derzeit hält TUI gut die Hälfte der Anteile an TUI Travel. Hauptsitz des fusionierten Unternehmens soll Deutschland sein.

Tochter schickt Touristen zur Konkurrenz

Joussen begründete die Fusion mit dem bisherigen Ungleichgewicht beider Einheiten: "Die TUI AG besitzt Hotels und Kreuzfahrtschiffe für fünf Millionen Reisende im Jahr, TUI Travel aber schickt 30 Millionen Touristen in den Urlaub - und damit größtenteils zur Konkurrenz."

Die deutsche Konzernholding TUI AG mit Sitz in Hannover hatte die Londoner Reisetochter TUI Travel 2007 unter das eigene Dach geholt - aus finanziellen Gründen aber nur gut zur Hälfte. Die daraus entstandene komplizierte Konstruktion soll nun mit dem Komplettzusammenschluss enden.

Joussen wies auf den ungebrochenen Trend zu Fernreisen hin. Zugleich bestätigte er erneut, dass das Geschäft der Spezialveranstalter, die sich auf Sport- oder Studienreisen konzentrieren, künftig einem separaten Vorstand unterstellt werden soll. Dafür vorgesehen ist der bisherige Finanzchef von TUI Travel, Will Waggott. Er soll sie als separates Segment führen und im Wert steigern.

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