Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Börse & Märkte > Börsen News > Eigene >

Argentinien will im Streit mit Hedge Fonds Zahlungsblockade umgehen


Not macht erfinderisch  

Argentinien will Zahlungsblockade umgehen

20.08.2014, 10:42 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Argentinien will im Streit mit Hedge Fonds Zahlungsblockade umgehen . Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat einen neuen Plan bekanntgegeben, um US-Hedge-Fonds auszutricksen (Quelle: dpa)

Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat einen neuen Plan bekanntgegeben, um US-Hedge-Fonds auszutricksen (Quelle: dpa)

Im Streit mit den Hedge Fonds um die Begleichung von Anleihe-Schulden hat sich Argentinien einen neuen Plan ausgedacht. Das Land will den Gläubigern seiner Staatsschulden die Verlegung der Zahlungen nach Buenos Aires anbieten. Damit solle die Blockade der Auszahlungen in New York umgangen werden, die der US-Richter Thomas Griesa gegen Argentinien verhängt hat, sagte Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner bei einer Fernsehansprache.

Eine entsprechende Gesetzesvorlage solle am Donnerstag dem Parlament vorgelegt werden. Den Gläubigern der Umschuldungen von 2005 und 2010 werde die Auszahlung über Treuhandkonten in Argentinien angeboten.

Richter Griesa hatte die Auszahlung von 539 Millionen Dollar Zinsen der Auslandsschuld blockiert, die Argentinien der Bank of New York Mellon (BNYM) am 26. Juni überwiesen hatte. Die Maßnahme war Folge des Urteils Griesas, nachdem Argentinien den klagenden US-Hedge-Fonds NML Capital und Aurelius rund 1,7 Milliarden Dollar für den Nominalwert von Staatspapieren zahlen sollte.

Die Hedge Fonds bestehen auf der vollständigen Rückzahlung der von ihnen gehaltenen Staatsanleihen und wollen sich nicht an dem Schuldenschnitt beteiligen. Argentinien weigert sich jedoch, ihnen mehr anzubieten, als den übrigen Gläubigern. Mehr als 90 Prozent hatten starke Abstriche akzeptiert.

Argentinien fürchtet Anschwellen der Staatsschulden

Nach der sogenannten RUFO-Klausel ("Rights Upon Future Offers") könnten sie jedoch ebenfalls die volle Rückzahlung des Nominalwerts der Bonds einfordern, wenn Argentinien die US-Hedge-Fonds bevorzugt. Das wäre unbezahlbar, argumentiert die Regierung in Buenos Aires.

Die Auszahlungsvollmacht für die New Yorker Bank soll nun zurückgenommen werden. Die von Kirchner angekündigte Gesetzesvorlage sieht außerdem vor, dass auch die Gläubiger Geld bekommen sollen, die der Umschuldung nicht zugestimmt haben. Dabei handelt es sich um rund 7,6 Prozent der Anleihen-Besitzer, darunter auch die US-Hedge-Fonds. Dazu soll ein Treuhandkonto bei der argentinischen Zentralbank verwendet werden. Argentinien hat im September eine neue Fälligkeit der umstrukturierten Auslandsschuld zu bedienen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Rohstoffe und Währungen

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: