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Goldman Sachs zahlt Milliardenbetrag wegen Hypothekengeschäfte


Goldman Sachs  

US-Bank zahlt Milliardenbetrag wegen fauler Hypothekengeschäfte

23.08.2014, 13:09 Uhr | AP

Goldman Sachs zahlt Milliardenbetrag wegen Hypothekengeschäfte. Goldman Sachs zahlt 3,15 Milliarden Dollar an die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. (Quelle: Reuters)

Goldman Sachs zahlt 3,15 Milliarden Dollar an die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. (Quelle: Reuters)

Nach der Bank of America, JP Morgan und der Citigroup stimmt nun auch Goldman Sachs einem Vergleich in Milliardenhöhe zu. Hintergrund der Zahlungen ist der Verkauf riskanter Hypothekenpapiere.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs kauft für 3,15 Milliarden Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) hypothekengestützte Papiere von den Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac zurück. Das teilte die zuständige US-Aufsichtsbehörde FHFA mit. Damit zahlt Goldman Sachs 1,2 Milliarden Dollar mehr, als die Papiere derzeit wert sind.

Auslöser der Finanzkrise 2008

Bei den Vergleichen geht um aus Hypotheken geschnürte Geldanlagen, die als Auslöser der verheerenden Finanzkrise von 2008 gelten. Enthalten waren riskante Kredite an Hausbesitzer mit geringen Sicherheiten und wenig Einkommen. Als 2007 die Immobilienblase in den USA platzte, konnten sie Zins und Tilgung nicht mehr zahlen. Die Hypotheken-Papiere verloren massiv an Wert, und das weltweite Finanzsystem geriet über Jahre hinweg ins Trudeln.

Die damals pleitebedrohten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mussten vom amerikanischen Steuerzahler mit 187 Miliarden Dollar gerettet werden. Seither haben sie sich konsolidiert und die Milliardenstütze zurückgezahlt.

Goldman Sachs zeigt sich erleichtert

Nach dem jüngsten Vergleich nimmt Goldman Sachs von Fannie für eine Milliarde Dollar Papiere zurück, die das Investmenthaus dem Immobilienfinanzierer in den Jahren 2005 bis 2007 verkauft hatte. Bei Freddie sind es Anlagen für 2,15 Milliarden Dollar.

Goldman zeigte sich erleichtert über den Abschluss der Verhandlungen. "Wir freuen uns, dass die Angelegenheit bereinigt ist", erklärte das in New York ansässige Finanzunternehmen.

Rekordbuße für Bank of America

Die FHFA hatte 2011 Klage gegen 18 Finanzinstitutionen eingereicht, die derartige Risikopapiere an Fannie und Freddie verkauft hatten. Insgesamt hatten die beiden Finanzierer 196 Milliarden Dollar für solche Anlagen bezahlt. Den Verkäufern wurde vorgeworfen, die Risiken der Papiere verschleiert zu haben. Sie wurden inzwischen auch von der US-Börsenaufsicht SEC mit Hunderten Millionen Dollar Strafe belegt, auch Goldman Sachs.

Darüber hinaus gab es mehrere milliardenschwere Vergleiche mit dem US-Justizministerium - zuletzt mit der Bank of America, die sich zu einer Rekordzahlung von 16,65 Milliarden Dollar bereit erklärte.

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