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Malaysia Airlines trennt sich von etwa 6000 Mitarbeitern

Nach Flugzeug-Unglücken  

Malaysia Airlines entlässt 6000 Beschäftigte

29.08.2014, 16:00 Uhr | AP, dpa-AFX, rtr, t-online.de

Malaysia Airlines trennt sich von etwa 6000 Mitarbeitern. Nach zwei schweren Flugzeugunglücken steht Malaysia Airlines vor tiefgreifenden Veränderungen (Quelle: dpa)

Nach zwei schweren Flugzeugunglücken steht Malaysia Airlines vor tiefgreifenden Veränderungen (Quelle: dpa)

Die beiden Flugzeugkatastrophen um die Malaysia Airlines Flüge MH17 und MH370 haben die Fluggesellschaft in eine Existenzkrise geführt. Wegen ausbleibender Fluggäste und großer Verluste musste der Staat die Mehrheit an Malaysias Marktführer übernehmen. Nun werden Tausende Beschäftigte entlassen: 6000 der 20.000 Arbeitsplätze werden abgebaut, teilte das Unternehmen mit.

Zudem wird die Fluggesellschaft komplett verstaatlicht. Bislang gehörten dem Staat 69 Prozent der Anteile. Von den Maßnahmen verspricht sich das Land, das angeschlagene Image der Fluglinie erneuern zu können. Ziel sei es, das neue Unternehmen bis Ende 2017 profitabel zu machen. Experten rechnen damit, dass viele von den Stellenstreichungen betroffene Mitarbeiter Jobs in anderen Staatsunternehmen angeboten bekommen.

Massive Umstrukturierung

Der am Freitag vorgelegte Umbauplan sieht auch eine "Rationalisierung" des Streckennetzes vor - unter diesem Schlagwort hatte Malaysia Airlines in der Vergangenheit bereits häufig die Abschaffung unrentabler Strecken bekannt gegeben. Die Fluggesellschaft soll zudem einen neuen Chef bekommen; bis Jahresende solle die Personalie geklärt sein, kündigte Khazanah Nasional an. Der bisherige Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya solle seinen Posten aber bis Mitte 2015 weiter ausüben, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen.

Nach dem bislang ungeklärten Verschwinden einer Passagiermaschine im März hat Malaysia Airlines mit einer Verschlechterung der Geschäfte zu kämpfen. Verschärft wurde die Entwicklung im Juli, als eine Maschine der Gesellschaft mit 298 Menschen an Bord über dem Kriegsgebiet in der Ostukraine abgeschossen wurde.

Horrende Verluste im ersten Halbjahr

Am Donnerstag legte die Verluste schreibende Fluggesellschaft ihre Bilanz für das zweite Quartal vor. Das Unternehmen verlor im zweiten Quartal 307 Millionen Ringgit (73,9 Millionen Euro). Für das erste Halbjahr belief sich der Verlust damit insgesamt auf 180 Millionen Euro. Zwei Malaysia-Airlines-Flugzeuge sind seit März mit zusammen 537 Passagieren verunglückt.

Es war der sechste Quartalsverlust in Folge. Im ersten Halbjahr war der Verlust 65 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2013. Es dürfte noch schlimmer kommen, warnte Airline-Chef Ahmad Jauhari Yahya: "Die vollen finanziellen Folgen der beiden Katastrophen (...) erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte." Von der Agentur Bloomberg befragte Analysten rechneten für 2014 mit 240 Millionen Euro Verlust.

Der Airlines-Eigentümer, der staatlichen Vermögensfonds Khazanah, hatte kürzlich angekündigt, das Unternehmen von der Börse zu nehmen.

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