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Zalando schreibt zum ersten Mal schwarze Zahlen


"Großer Erfolg"  

Zalando schreibt erstmals schwarze Zahlen

28.08.2014, 14:28 Uhr | rtr , dpa

Zalando schreibt zum ersten Mal schwarze Zahlen. Der Online-Händler Zalando schreibt erstmals Gewinn (Quelle: dpa)

Der Online-Händler Zalando schreibt erstmals Gewinn (Quelle: dpa)

Onlinehändler und Börsenkandidat Zalando hat im ersten Halbjahr erstmals einen operativen Gewinn verbucht. Bei einem Umsatzplus auf Gruppenebene von knapp 30 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro erreichte das Ebit zwölf Millionen Euro nach einem Minus von 109 Millionen vor Jahresfrist, wie Zalando mitteilte. Diese Verbesserung resultiere aus Optimierungen entlang aller wesentlichen Kostenpositionen, einschließlich Wareneinsatz, Logistik und Marketing, erklärte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. "Das Erreichen einer positiven Ebit-Marge im ersten Halbjahr 2014 ist ein großer Erfolg für Zalando." Zumal die erste Jahreshälfte in der Regel schwächer sei als die zweite.

Gutes Wetter hat zum Ergebnis beigetragen

Zu dem positiven Ergebnis habe unter anderem das bessere Wetter als 2013 beigetragen, sagte Ritter. Außerdem sorgten frühere Investitionen in die Logistik für mehr Effizienz und die Ausgaben für Kundengewinnung konnten angesichts des bereits großen Nutzerkreises gesenkt werden. Zalando habe inzwischen 13,7 Millionen Kunden. Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund ein Viertel auf 546 Millionen Euro. Damit wuchs Zalando langsamer als in der Anfangszeit.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz macht Zalando mit 60 Prozent den Großteil des Geschäfts. In der deutschsprachigen Region ist Zalando auch deutlich profitabler mit einer bereinigten operativen Marge von 4,6 Prozent.

Pro Monat kommen rund 100 Millionen Besucher auf die Zalando-Seiten. Etwa 40 Prozent der Zugriffe gibt es auf mobilen Geräten. Das Unternehmen hat rund 7000 Mitarbeiter, zu einem großen Teil in Berlin.

Börsengang erwartet

Für Herbst wird ein Börsengang des Mode-Händlers erwartet. Laut Medienberichten könnte er bereits in den kommenden Tagen angekündigt werden. Ritter sagte dazu bei einer Informationsveranstaltung in Berlin nur, es sei weiterhin eine mögliche Option.

Mit Blick auf einen Börsengang sehen Experten die kostenlosen Retouren kritisch. "Zalando wird sein Geschäftsmodell nach dem Börsengang ändern müssen. Die Retouren sind ein großer Kostenblock. Das kann das Unternehmen auf Dauer nicht durchhalten", sagte der Börsengangsexperte Konrad Bösl von der Beratungsgesellschaft Blättchen & Partner der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Möglichkeit zur kostenlosen Rücksendung sei notwendig gewesen, um Zalando schnell groß werden zu lassen.

Mehr Gewinn durch Gratis-Rücksendungen

Der Modehändler will indes an seinem Geschäftsmodell mit kostenlosen Retouren festhalten, während viele Konkurrenten die neuen Möglichkeiten zur Einschränkung der Rücksendungen nutzen. Die Rücksendequote zu senken, könne kein Selbstzweck sein, sagte Zalando-Vorstand Rubin Ritter.

"Das führt dazu, dass die Kunden weniger bestellen und wir mit diesen Kunden weniger Gewinn machen." Zalando hat nach bisherigen Angaben eine hohe Rücksendequote von 50 Prozent gemessen am Umsatz, das ist auch ein wichtiger Kostenfaktor. Viele Online-Händler hatten zuletzt kostenlose Retouren zurückgeschraubt.

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