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Chinesischer Internethändler Alibaba geht im an die Börse

Mega-Neuemission  

Alibaba will im September an die Börse

31.08.2014, 13:33 Uhr | rtr, dpa-AFX

Chinesischer Internethändler Alibaba geht im an die Börse. Mitarbeiter im Hauptquartier des Internet-Unternehmens Alibaba in Hangzhou (China) (Quelle: dpa)

Mitarbeiter im Hauptquartier des Internet-Unternehmens Alibaba in Hangzhou (China) (Quelle: dpa)

Einer der größten Börsengänge aller Zeiten wird konkret. Der chinesische Internet-Händler Alibaba wird einem Insider zufolge nach mehrmaligem Verschieben ab dem 8. September bei Investoren für seinen milliardenschweren Börsengang werben. Das Unternehmen warte noch auf das grüne Licht der US-Börsenaufsicht SEC, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person am Wochenende.

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Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf eine mit dem Geschäft vertraute Person, Alibaba gehe davon aus, dass die Gespräche mit der SEC in der kommenden Woche zu einem Ergebnis gelangen dürfte. Der Finanzdienst Bloomberg meldete unter Berufung auf informierte Personen, dass die Alibaba-Papiere zum 19. September erstmals an der Börse gehandelt werden sollen. Mit einem erwarteten Aktien-Volumen von möglicherweise mehr als 20 Milliarden US-Dollar könnte es der größte Börsengang seit Facebook werden. Damals betrug das Emissionsvolumen 16 Milliarden Dollar.

Börsenwert von knapp 200 Milliarden Dollar möglich

Alibaba will in New York an die Börse, weil hier die finanzstarken und internetverliebten Investoren sitzen. Das Unternehmen kann zwischen der traditionsreichen New York Stock Exchange und der rein elektronisch arbeitenden Konkurrenz-Börse Nasdaq wählen. Details zum angepeilten Preis und Aktienzahl sollen mit der sogenannten Roadshow mit weiteren Informationen für Investoren bekannt gegeben werden. Von Bloomberg befragte Analysten schätzten den potenziellen Wert des Unternehmens nach dem Börsengang auf knapp 200 Milliarden Dollar. Damit dürfte sich die Internet-Firma unter die 15 größten Konzerne der Welt mischen.

Alibaba hatte den Börsengang in New York bereits im März angekündigt. Zwischenzeitlich war bereits August als möglicher Termin für die Aktienplatzierung gehandelt worden, dann hieß es jedoch, Alibaba wolle das Ende der Urlaubszeit abwarten.

Im vergangenen Jahr 231 Millionen Käufer

Alibaba hat eine Vormachtstellung unter den chinesischen Plattformen für Online-Handel mit Verbrauchern und Unternehmen. Zu den großen Handelsplätzen des Konzerns gehören Taobao, Tmall und Juhuasuan. 231 Millionen Käufer und rund acht Millionen Verkäufer wickelten hier im vergangenen Jahr Geschäfte über umgerechnet 248 Milliarden Dollar ab.

Zuletzt präsentierte Alibaba noch einmal deutliches Geschäftswachstum. Der Umsatz verbesserte sich in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 15,77 Milliarden Yuan (1,95 Mrd. Euro). Der Gewinn sprang auf 12,34 Milliarden Yuan (1,52 Mrd. Euro) von 4,38 Milliarden Yuan im Vorjahresquartal hoch.

Mehr Handelsvolumen als Amazon und eBay zusammen

Die relative Unbekanntheit von Alibaba hierzulande täuscht über die Bedeutung des Konzerns in China mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern hinweg. Das Unternehmen mit rund 25.000 Beschäftigten wickelt rund 80 Prozent aller privaten Internet-Einkäufe in der Volksrepublik ab, die dieses Jahr auf ein Volumen von knapp 300 Milliarden Euro anschwellen dürften. Über Alibaba-Portale werden damit weitaus mehr Waren verkauft als bei Amazon und eBay zusammen.

Alibaba verdient sein Geld auch durch Werbung, Gebühren für getätige Handelsgeschäfte sowie Mitgliedsbeiträge. Von April bis Dezember vergangenen Jahres kam so ein Umsatz von 6,5 Milliarden Dollar zustande und der Gewinn lag unterm Strich bei 2,8 Milliarden Dollar. Das Geschäftsjahr endete im März; es liegen jedoch noch keine Ganzjahreszahlen vor.

Yahoo und Softbank machen Kasse

Die zwei größten Anteilseigner sind das US-Internet-Urgestein Yahoo mit 22,6 Prozent und Japans Telekom-Konzern Softbank mit gut einem Drittel. Gründer Jack Ma besitzt 8,9 Prozent. Sowohl Alteigentümer als auch das Unternehmen selbst wollen beim Börsengang Kasse machen.

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