Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Deutschland büßt an Wettbewerbsfähigkeit ein - USA ziehen vorbei


Die konkurrenzfähigsten Länder  

Deutschland büßt an Wettbewerbsfähigkeit ein

03.09.2014, 10:23 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Deutschland büßt an Wettbewerbsfähigkeit ein - USA ziehen vorbei. Wirtschaftsexperten sehen durch den Mindestlohn Gefahren für den deutschen Arbeitsmarkt. (Quelle: dpa)

Wirtschaftsexperten sehen durch den Mindestlohn Gefahren für den deutschen Arbeitsmarkt. (Quelle: dpa)

Deutschland ist in der Rangliste der konkurrenzfähigsten Volkswirtschaften zurückgefallen und von der USA überholt worden. Im Wettbewerbsindex 2014, den das Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlichte, verbesserten sich die USA um zwei Plätze auf Rang 3, während Deutschland um einen Platz auf Rang 5 zurückfiel.

Als das konkurrenzfähigste Land der Welt weist die WEF-Studie zum sechsten Mal hintereinander die Schweiz aus, gefolgt von Singapur. Finnland verlor ebenfalls eine Position und landete als wettbewerbsfähigste Volkswirtschaft der Eurozone auf Rang 4.

Probleme für deutschen Arbeitsmarkt

Verantwortlich für die leichte Abstufung Deutschlands sei unter anderem die Furcht, die Einführung des Mindestlohns könne den Jobmarkt belasten, erklären die Autoren der Studie. Zudem müsse Deutschland mehr Ausländer und Frauen dauerhaft in den Arbeitsmarkt integrieren, um der Alterung der Gesellschaft zu begegnen.

Doch selbst dem Spitzenreiter wurden Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt bescheinigt: Eine Gefahr für den Standort Schweiz sehen die Autoren in den wachsenden Problemen der Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden. Den Aufschwung der USA sehen die Wirtschaftsexperten vor allem in der höheren Innovationsfähigkeit der Unternehmen, im hohen Niveau der Hochschulen und im flexiblen Arbeitsmarkt begründet.

Europäische Sorgenkinder verbessern sich

Auch in europäischen Krisenländern geht es laut WEF aufwärts. Dank eines ambitionierten Reformprogramms kletterte Portugal um 15 Ränge auf Platz 36 hoch. Griechenland schaffte es auf Rang 81 und liegt damit zehn Plätze höher als im Vorjahr. Trotz dieser Fortschritte gebe es aber in beiden Ländern noch große Probleme.

China konnte sich in der Rangliste um einen Platz verbessern und landete auf Rang 28. Hingegen fielen andere Schwellenländer wie die Türkei, Südafrika oder Brasilien zurück. Ganz am Ende des Rankings liegen die afrikanischen Staaten Tschad und Guinea.

Das sind die Top 10 der Wettbewerbsfähigkeit:

RangLandPunktwertVorjahresrang
1Schweiz5,701
2Singapur5,652
3USA5,545
4Finnland5,503
5Deutschland5,494
6Japan5,479
7Hong Kong SAR5,467
8Niederlande5,458
9Großbritannien5,4110
10Schweden5,416

WEF warnt vor weiteren Russland-Sanktionen

Das WEF warnt zudem vor den Folgen des Konflikts in der Ukraine. Künftige Sanktionen gegen Russland würden nicht nur Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Russlands haben, sondern auch auf russische Wirtschaftspartner.

Die WEF-Experten untersuchten mehrere Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft bestimmen. Dazu gehören die Qualität der Institutionen, Infrastruktur, Gesundheitssystem, Bildungswesen, Marktgröße und das makroökonomische Umfeld. Außerdem wurden Wirtschaftslenker nach Effizienz und Transparenz der Regierung befragt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal