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Ukraine-Krise: Profitiert China von Russland-Sanktionen?


Sanktionen gegen Russland  

China ist der lachende Dritte

05.09.2014, 16:05 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Ukraine-Krise: Profitiert China von Russland-Sanktionen?. Russlands Präsident Wladimir Putin (r.) und Chinas Vize-Premier Zhang Gaoli  (Quelle: Picture Alliance/Xinhua)

Russlands Präsident Wladimir Putin (r.) und Chinas Vize-Premier Zhang Gaoli (Quelle: Picture Alliance/Xinhua)

Russlands Präsident Wladimir Putin, der vom Westen wegen der Ukraine-Krise mit Sanktionen bestraft wird, treibt sein Land weiter in die Isolation. Zudem befindet sich Russland schon jetzt in einer Wirtschaftskrise - davon könnte China profitieren.

Der IWF geht davon aus, dass Investoren angesichts der Ukraine-Krise weiter massenhaft Geld aus Russland abziehen. Im ersten Halbjahr 2014 waren es insgesamt 74,6 Milliarden US-Dollar (rund 54,7 Milliarden Euro). Das teilte die Zentralbank in Moskau mit.

Zwar hat sich die Kapitalflucht im zweiten Quartal mit 12,3 Milliarden US-Dollar verlangsamt, bei einer weiteren Eskalation könne sich die Summe allerdings auf bis zu 150 Milliarden Dollar erhöhen, glaubt die Weltbank. Selbst im Fall einer Beruhigung des Konfliktes dürften Investoren in diesem Jahr bis zu 85 Milliarden Dollar aus dem Schwellenland abziehen.

"Das Vertrauen in Putins Russland ist für immer zerstört"

Experten von der Berenberg Bank befürchten Schlimmeres: "Das Vertrauen in Putins Russland ist für immer zerstört", zitiert der "Focus" die Analysten. Sie befürchten langfristige Folgen, weil Russland durch die Kapitalflucht Geld für die Modernisierung seiner Wirtschaft fehle. Ein zusätzliches Problem sei die Abhängigkeit des Landes von den Rohstoffpreisen. Weil diese sich nicht erhöhen werden, fehle damit eine wichtige Einnahmequelle, berichtet der "Focus" weiter.

Weil die Gas- und Ölgeschäfte mit Europa schwieriger würden, müsste Moskau seine Energielieferungen nach China umlenken. Dies könnte Peking eine Chance bieten, härter zu verhandeln, heißt es in der Analyse der Berenberg-Experten. China könnte sich nicht nur über günstigere Preise freuen. Als Hauptabnehmer wäre das Reich der Mitte dann auch am längeren Hebel.

Russische Gasleitung nach China

Erst am Montag startete der Bau einer 4000 Kilometer langen Pipeline "Kraft Sibiriens", über die ab 2019 russisches Erdgas nach China fließen soll. Zunächst sind es nach Angaben des Staatskonzerns Gazprom fünf Milliarden Kubikmeter (bcm) jährlich, später soll die Liefermenge auf 38 Milliarden bcm steigen. Russland braucht also China, um den Ausbau der Infrastruktur voranzutreiben und Kapital ins Land zu holen. Machtpolitisch könnte das eine Wende bedeuten.

Russland ist der größte Gasexporteur der Welt; das Gros der Ausfuhren fließt bislang nach Europa. Die EU-Staaten suchen ihrerseits nach Wegen, die Abhängigkeit von den russischen Lieferungen zu verringern.

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