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Der "Beluga" von Airbus wird 20 Jahre


Airbus' Beluga wird 20 Jahre  

Der weiße Riese mit der großen Klappe

10.09.2014, 15:53 Uhr | dpa-AFX

Der "Beluga" von Airbus wird 20 Jahre. Der Beluga feiert am 13.9.2014 seinen 20. Geburtstag (Quelle: AP/dpa)

Der Beluga feiert am 13.9.2014 seinen 20. Geburtstag (Quelle: AP/dpa)

Es gibt Flugzeuge, die bestechen durch ihre rassige Eleganz, wie der mittlerweile ausgemusterte Überschall-Jet Concorde. Andere wiederum fallen durch schiere Größe auf, so der doppelstöckige A380. Und dann gibt es den A300-600 ST, besser bekannt als Beluga. Das geflügelte Arbeitspferd des Airbus-Konzerns besticht weniger durch Eleganz, als durch den Charme des Ungewöhnlichen. Vor 20 Jahren, am 13. September 1994, schwang sich der Jet mit dem unförmigen Aussehen in Toulouse-Blagnac erstmals zu einem gut vierstündigen Flug in die Lüfte. Seine groteske Silhouette erinnert ein wenig an einen weißen Wal - daher sein Name Beluga. Zunächst wurde er so nur im Volksmund genannt, mittlerweile führt Airbus seinen Superflieger aber auch offiziell als Beluga.

Der zweistrahlige Jet mit der großen Klappe und dem aufgeblähten Rumpf gilt als größtes ziviles Frachtflugzeug der Welt. Es wurde unter der Leitung des deutschen Flugzeugkonstrukteurs Udo Dräger entworfen. Der "Fliegende Rucksack", wie der Großtransporter im Pilotenjargon genannt wird, ist 56,16 Meter lang, 17,25 Meter hoch und hat eine stattliche Flügelspannweite von 44,84 Metern.

Oft bekommen Luftfahrt-Fans den Beluga nicht zu sehen. Es gibt lediglich fünf Exemplare. Zudem trifft man ihn in erster Linie auf Flughäfen, an denen Airbus seine Flieger baut. Also in Hamburg-Finkenwerder, Bremen, Toulouse, Manchester oder Saint-Nazaire. Der Super-Transporter "ist das Rückgrat der gesamten Airbus-Industrie", sagt der unabhängige Luftfahrt-Experte Heinrich Großbongardt.

Nur fünf Personen passen an Bord

Der auf Basis eines A300-Verkehrsflugzeugs umgebaute Super-Transporter hat ein Nutzvolumen von 1400 Kubikmetern, bietet aber grade mal fünf Personen Platz - zwei Piloten, einem Ingenieur und bei Bedarf zwei Passagieren. Im Frachtraum dagegen lassen sich leicht zwei US-Transport-Hubschrauber CH-53 E oder acht kleine deutsche Helikopter BO 105 unterbringen - ohne jede Demontage. Die Hauptaufgabe des fliegenden Lastenschleppers ist aber der Transport von Flugzeugkomponenten zwischen den Airbus-Werken in Europa. Der fliegende Wal schluckt locker einen ganzen Flugzeugrumpf in seinem Inneren.

Die kleine Beluga-Flotte löste Mitte der 1990er Jahre ein anderes merkwürdig anzusehendes Flugzeug ab, das vom Erz-Konkurrenten Boeing stammte: Die "Super Guppy", eine Variante der in den 1940er Jahren entwickelten Boeing 377 Stratocruiser. Mit einer Nutzlast von 47 Tonnen hat der "Beluga" zwar nicht die größte Zuladung der Welt, aber vom Volumen her sicherlich die größte Kapazität. Gelegentlich wurde ein derartiger Superflieger auch für den Transport von anderer übergroßer Fracht gechartert - etwa für den Transport eines berühmten Gemäldes von Eugene Delacroix für eine Ausstellung in Tokio im Jahr 1999.

Spannende Frage nach dem Nachfolger

Dank einer neuen Infrastruktur am Boden will Airbus nun die Nutzungsdauer seiner Super-Transporter bis 2017 auf 10.000 Flugstunden pro Jahr verdoppeln. Täglich fünf Flüge pro Tag sind dann an sechs Tagen der Woche vorgesehen. Doch reicht das aus für eine weitere Expansion in einem weltumspannenden Netz von Zulieferern? Die Frage nach einem Nachfolger für die Beluga ist längst gestellt. Denn die kleine Beluga-Flotte ist ein Nadelöhr im globalen Logistiknetz. Und sie kommt erkennbar in die Jahre.

Offiziell gibt es bisher keine Entscheidung für ein Nachfolgemodell, betonte ein Airbus-Sprecher. Doch an Spekulationen über einen möglichen leistungsstärkeren Nachfolger der aktuellen Beluga auf Basis der A330 oder A340 mangelt es nicht. Denn die extreme Nachfrage nach Airbus-Flugzeugen führte nicht nur zu prall gefüllten Auftragsbüchern beim europäischen Konzern, sondern auch zu einer Steigerung der Flugstunden für die kleine Beluga-Flotte. Der Konzern, der nun auch in China und demnächst den USA Montagewerke unterhält, ist zudem über seine bisherigen Kapazitäten längst hinausgewachsen, bestätigt auch Großbongardt: "Der Bedarf wächst spürbar, und die Beluga-Flotte kommt an ihre Grenzen." Er ist überzeugt: "Airbus braucht etwa ab 2020 dringend etwas Moderneres und Produktiveres."

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