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IWF: Abspaltung Schottlands könnte "negative Marktreaktionen" auslösen


IWF warnt vor "Unsicherheiten"  

Abspaltung Schottlands könnte "negative Marktreaktionen" auslösen

11.09.2014, 21:31 Uhr | rtr , AFP

IWF: Abspaltung Schottlands könnte "negative Marktreaktionen" auslösen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wenige Tage vor dem Referendum über eine Abspaltung Schottlands von Großbritannien vor den Risiken eines solchen Schrittes gewarnt. (Quelle: Reuters)

Noch wehen die Flaggen gemeinsam: Der IWF warnt vor den finanzpolitischen Folgen nach einer Abspaltung Schottlands von Großbritannien. (Quelle: Reuters)

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wenige Tage vor dem Referendum über eine Abspaltung Schottlands von Großbritannien vor den Risiken eines solchen Schrittes gewarnt. Sollten die Schotten für ihre Unabhängigkeit stimmen, seien kurzfristige "negative Reaktionen der Finanzmärkte" zu erwarten, sagte IWF-Sprecher Bill Murray in Washington. Das Pfund verliert derweil an Wert - und englische Banken in Schottland drohen mit Abwanderung.

Der größte unmittelbare Effekt dürfte die "Unsicherheit" beim Übergang zu möglicherweise neuen und unterschiedlichen Rahmenbedingungen im Währungs-, Finanz- und Steuersystem in Schottland sein, so Murray. Die langfristigen Auswirkungen hingen indes von den Entscheidungen ab, die während dieser Phase getroffen würden. Außerdem würde die Abspaltung "eine Reihe komplizierter Fragen" aufwerfen.

Die Furcht vor einem "Ja" der Schotten zur Unabhängigkeit hatte die Finanzmärkte erst vor wenigen Tagen in Aufregung versetzt. Sie erholten sich später wieder, als die Spekulationen auf eine baldige Unabhängigkeit nachließen.

Frage nach künftiger schottischer Währung offen

Die Schotten stimmen am 18. September per Referendum über ihre staatliche Zukunft ab. Das vom schottischen Regierungschef Alex Salmond angeführte Unabhängigkeitslager holte zuletzt in den Umfragen deutlich auf.

Viele Details einer möglichen Unabhängigkeit sind noch unklar - unter anderem das künftige schottische Zahlungsmittel. Salmond will über eine Währungsunion das britische Pfund behalten, doch dies lehnen alle drei großen Parteien in London ab. Auch die britische Notenbank stellt sich vehement gegen den Wunsch.

Pfund verliert an Wert

Das Pfund hat angesichts der möglichen Loslösung Schottlands zuletzt deutlich an Wert verloren. Am Donnerstag drohten wichtige in Schottland ansässige Banken mit der Verlegung ihrer Unternehmenssitze nach London, sollten die Befürworter der Unabhängigkeit das Referendum gewinnen.

Sowohl die Royal Bank of Scotland (RBS) als auch die Großbank Lloyds und das Geldhaus Clydesdale machten konkrete Abwanderungspläne öffentlich. Als Grund nannten sie vor allem große Unsicherheiten hinsichtlich künftiger Finanzmarktregeln.

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