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Zalando-Börsengang: Preisspanne bekannt - Ab 1. Oktober an Börse


Preisspanne bekannt  

Zalando-Aktien können gezeichnet werden

18.09.2014, 16:37 Uhr | rtr, dpa

Zalando-Börsengang: Preisspanne bekannt - Ab 1. Oktober an Börse. Online-Händler Zalando geht an die Börse (Quelle: dpa)

Online-Händler Zalando geht an die Börse (Quelle: dpa)

Seit dem heutigen Donnerstag bis zum 29. September können Aktien des Online-Modehändlers Zalando gezeichnet werden. Die Preisspanne für die Aktien aus einer Kapitalerhöhung wurde auf 18,00 bis 22,50 Euro festgelegt, wie Zalando mitteilte. Der Handelsstart an der Börse ist für den 1. Oktober geplant.

Das Emissionsvolumen soll inklusive einer Mehrzuteilungsoption für die begleitenden Banken je nach Emissionspreis zwischen 507 und 633 Millionen Euro liegen, der den bisherigen Anteilseignern zufließt.

Den Erlös aus dem Börsengang will Zalando in die weitere Expansion stecken. Sowohl die Erschließung neuer Länder wie auch anderer Produktkategorien sei denkbar, und auch Zukäufe seien möglich, erklärte der Vorstand im Börsenprospekt. Die drei Logistikzentren in Deutschland sind erst zur Hälfte ausgelastet. Bisher verkauft Zalando Mode und Schuhe von insgesamt 1500 Marken in 15 Ländern in Europa.

Alteigner geben keine Anteile ab

Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, Zalando peile Einnahmen von bis zu 750 Millionen Euro an. Ohne die Mehrzuteilung würde Zalando nun 441 bis 551 Millionen Euro einnehmen. Die bisherigen Aktionäre um den schwedischen Investor Kinnevik sowie die Internet-Unternehmer Oliver, Alexander und Marc Samwer wollen im Zuge des Börsengangs keine Anteile abgeben.

Es sollen insgesamt 24,5 Millionen neue Aktien ausgegeben werden - plus 3,67 Millionen Anteilsscheine im Rahmen der Mehrzuteilung. Auf Basis der Kapitalerhöhung sollen 11,3 Prozent des Unternehmens an der Börse platziert werden, hieß es weiter. Daraus ergibt sich für das gesamte Unternehmen ein hochgerechneter Wert von bis zu 5,6 Milliarden Euro.

Mehr als ein Fünftel der neuen Aktien sind schon für große Investoren reserviert. Zalando teilte mit, es lägen bereits Zusagen von Anker-Investoren für knapp 127 Millionen Euro vor. Zu ihnen zählen ein schottischer Investmentfonds und Investoren von der Karibik-Insel Bermuda sowie aus dem arabischen Raum.

Mitarbeiter bekommen Aktien geschenkt

Auch die Belegschaft von Zalando - vom Vorstand bis zum Verpacker der Schuhkartons - soll zu Aktionären werden: Rund 7000 Mitarbeiter in Deutschland bekommen Aktien für je 180 Euro geschenkt, bei Papieren für weitere 720 Euro erhalten sie 25 Prozent Rabatt auf den Ausgabepreis.

In der Kernregion Deutschland, Österreich und Schweiz schreibt Zalando schon länger schwarze Zahlen - von Januar bis Juni 2014 waren es vor Zinsen und Steuern 22,4 Millionen Euro Gewinn (Ebit). Konzernweit hat es Zalando per Ende Juni zum ersten Mal in die Gewinnzone geschafft. Unter dem Strich standen 200.000 Euro Gewinn - ein Jahr zuvor waren es noch 77 Millionen Euro Verlust. Dabei setzt der Modehändler inzwischen zwei Milliarden Euro im Jahr um.

Gesellschafter halfen Zalando mit Kapitalspritzen

Seit 2010 sind laut Börsenprospekt Verluste von mehr als 280 Millionen Euro aufgelaufen. Dank der Kapitalspritzen von mehr als einem Dutzend Gesellschafter sitzt Zalando dennoch auf einem Eigenkapital von 550 Millionen Euro, das mit dem Börsengang auf 1,1 Milliarden Euro anwachsen soll.

Größter Zalando-Aktionär ist Kinnevik mit 35,6 Prozent. Die Schweden können mit dem Börsengang auf dem Papier erneut einen Wertzuwachs ihrer Beteiligung verbuchen: Bisher steht das Unternehmen dort mit 3,8 Milliarden Euro in der Bilanz. Der Global Founders Fund der Samwer-Brüder kommt auf 16,7 Prozent. Beide haben ihre Anteile gebündelt und haben damit bei Zalando mit gut 50 Prozent das Sagen. Nach dem Börsengang wird die Beteiligung allerdings auf 47 Prozent verwässert.

An die Börse begleitet wird Zalando federführend von den Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Credit Suisse. Demnächst dürfte auch die Internet-Schmiede Rocket Internet der Brüder Samwer an die Börse gebracht werden. Das Unternehmen könnte dabei 500 bis 750 Millionen Euro einsammeln, hieß es vor einigen Tagen aus Finanzkreisen.

Scout24 prüft ebenfalls einen Börsengang

Auch der Online-Kleinanzeigen-Markt Scout24 (AutoScout, ImmobilienScout, u.a.), an dem die US-Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Deutsche Telekom beteiligt sind, prüft nach eigenen Angaben ebenfalls einen Börsengang. Finanzkreisen zufolge soll der Startschuss dafür bereits im Oktober fallen.

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