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Deutscher Alibaba-Ableger verkauft "Jungfrauenhaar" und "Körperteile"


Deutscher Ableger  

Alibaba verkauft "Jungfrauenhaar" und "Körperteile"

20.09.2014, 09:33 Uhr | dpa-AFX

Deutscher Alibaba-Ableger verkauft "Jungfrauenhaar" und "Körperteile". Der chinesische Online-Händler Alibaba wurde vor 15 Jahren von dem Englischlehrer Jack Ma gegründet (Quelle: Reuters)

Der chinesische Online-Händler Alibaba wurde vor 15 Jahren von dem Englischlehrer Jack Ma gegründet (Quelle: Reuters)

Der chinesische Internetkonzern Alibaba legt bei seiner deutschsprachigen Webpräsenz offenbar nur wenig Wert auf eine korrekte Übersetzung - und bietet zahlreiche skurrile Produkte mit teils sehr amüsanten Artikelbeschreibungen an. Offenbar wurde die komplette Website durch den Google-Übersetzer gejagt.

Da werden aus den ursprünglichen Karosserieteilen fürs Auto (englisch: body parts) schnell einmal "Körperteile". Dem Nutzer kann es auch passieren, dass er in seinem virtuellen Einkaufswagen "coole nüsse made in china" (Schraubenmuttern) oder "Servietten der Pflaumeblüte" (Damenbinden) wiederfindet.

Weitere Beispiele: Haarverlängerungen werden auch als "Jungfrau-brasilianisches Haar" beworben, in der Kategorie "Nagetier Vertilgungsmittel" stehen giftige Pestizide im Angebot. Stromzähler heißen bei Alibaba "Potenzmesser" (Power Meter). Die Liste lässt sich lange weiterführen. So bietet der chinesische Online-Händler auch kiloweise Käfer und Wanzen, Blutlaugensalz oder Karusselle für den Vergnügungspark an.

Datenschützer: klare Regeln fehlen

Datenschützer warnen jedoch, sie sehen Mängel beim Datenschutz und vermissen klare interne Regeln. "Das ist eine Katastrophe. Finger weg, es gibt dort keine Verantwortlichen", rät Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragter von Schleswig-Holstein.

Auch davon dürften sich die Anleger, die in die Alibaba-Aktie investieren wollen, nicht abschrecken lassen. Der rasant wachsende Onlinegigant, dessen Markt (noch) hauptsächlich in Asien liegt, hat ein Börsenfieber entfacht. Beim aktuellen Börsengang des Unternehmens werden Rekordeinnahmen von fast 25 Milliarden Dollar erwartet.

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