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Bundesbank-Monatsbericht: Deutschland-Konjunktur wieder auf Wachstumskurs


Allen Krisen zum Trotz  

Deutschland ist wieder auf wirtschaftlichem Aufwärtskurs

22.09.2014, 13:46 Uhr | dpa-AFX , rtr

Bundesbank-Monatsbericht: Deutschland-Konjunktur wieder auf Wachstumskurs. Arbeiter auf einer Baustelle: Bundesbank zerstreut Konjunkturängste (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Arbeiter auf einer Baustelle: Bundesbank zerstreut Konjunkturängste (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Unsere Konjunktur erweist sich als stabiler als gedacht, eine Rezession ist offenbar abgewendet. Nach dem enttäuschenden Frühjahr sieht die Bundesbank die deutsche Wirtschaft nun wieder auf Wachstumskurs. Positive Daten für den Juli hätten Befürchtungen eines abrupten Endes der gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung zerstreut, schreibt die Notenbank in ihrem neuesten Monatsbericht. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen.

Während die Wirtschaft in Europa schwächelt und die Krisen in Russland sowie anderen Teilen der Welt auf die Stimmung drücken, gibt die Bundesbank für die deutsche Konjunktur Entwarnung. Im Juli sorgten die gute Arbeitsmarktlage und die Konsumfreude der Verbraucher für Aufschwung. Zudem seien die Bedingungen am Wohnungsmarkt günstig und die deutschen Firmen grundsätzlich in guter Verfassung.

Später Ferienstart verzerrt Juli-Zahlen

Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft noch real um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Doch die Verbraucher hätten ihre Einkommenserwartungen und Konsumpläne trotz eingetrübter Konjunkturperspektiven im Juli nicht angepasst. Allerdings sei der starke Start ins dritte Quartal durch Sondereffekte wie die späten Schulferien verzerrt.

Die deutschen Exporteure hatten im Juli erstmals die Umsatz-Marke von 100-Milliarden-Euro geknackt. Auch die Industrieproduktion zog kräftig an. "Dies stand in besonderem Maße in Verbindung mit der Verschiebung eines großen Teils der Schul- und Werksferien - vor allem in der Automobil-Industrie - in den August", wie die Bundesbank erklärte. Bei den Auftragseingängen der Industrie schlugen demnach neben dem Ferieneffekt Großaufträge im Schiffbau zu Buche, von denen die Firmen noch lange zehren können.

So könne es gut sein, dass die deutsche Wirtschaft wieder einen Gang zurückschaltet, schätzen die Notenbanker. Produktionsausfälle im Juli seien geringer als saisonal üblich ausgefallen. Im August sei deshalb mit "einer Gegenbewegung" zu rechnen, prognostizieren die Volkswirte der Bundesbank.

Jahresprognosen zu stark gesenkt?

Weil die Konjunktur in den wichtigen europäischen Partnerländern nicht in Schwung kommt und Krisen rund um den Globus Investoren verunsichern, hatten Experten reihenweise ihre Wachstumsprognosen für 2014 nach unten korrigiert. So senkten zuletzt der Bundesverband deutscher Banken und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ihre Erwartungen für den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um jeweils 0,3 Punkte auf 1,5 Prozent. Die Bundesbank hatte ihre Prognose zuletzt im Juni angepasst und ein Wachstum von 1,9 Prozent in diesem und 2,0 Prozent im kommenden Jahr vorhergesagt.

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