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Peinlich: Britische Supermarktkette Tesco verrechnet sich um 317 Millionen Euro


Peinlich  

Britische Supermarktkette Tesco verrechnet sich um 317 Millionen Euro

22.09.2014, 18:16 Uhr | dpa

Nur drei Wochen nach Antritt eines neuen Chefs hat die kriselnde britische Supermarkt-Kette Tesco einen peinlichen Rechenfehler eingestehen müssen. Die Prognose für den Halbjahresgewinn sei "überschätzt" worden, und zwar um 250 Millionen Pfund (317 Millionen Euro), teilte Tesco mit. Der Tesco-Aktienkurs, seit Jahresbeginn sowieso schon auf Talfahrt, rauschte am Montag weiter abwärts.

Tesco bereitet derzeit die Veröffentlichung seines Geschäftsberichts für das Halbjahr von Anfang März bis Ende August vor. Dabei wurde entdeckt, dass der erwartete Gewinn viel zu hoch angesetzt war, wie das Unternehmen mitteilte. Von den vorhergesagten 1,1 Milliarden Pfund müssen 250 Millionen Pfund abgezogen werden - das sind rund zehn Prozent des Jahresgewinns des Handelskonzerns. Vier Manager wurden suspendiert, die Veröffentlichung der Bilanz vom 1. auf den 23. Oktober verschoben.

"Entschiedene Maßnahmen" angekündigt

Bis dahin soll die Wirtschaftsprüfergesellschaft Deloitte "unabhängig und umfassend" die Bilanz prüfen. Der neue Chef David Lewis, seit dem 1. September im Amt, erklärte, er erwarte, dass Tesco "auf integere und transparente Weise funktioniert". Sobald die Ergebnisse der Untersuchung vorlägen, werde er "entschiedene Maßnahmen" ergreifen.

Lewis war vom niederländischen Mischkonzern Unilever geholt worden, wo er für die Kosmetiksparte zuständig war. Jemand "mit einer neuen Vision und einem neuen Profil" solle Tesco führen, erklärte der Verwaltungsrat Anfang September.

Lewis' Vorgänger Philip Clarke war im Juli wegen enttäuschender Umsatzzahlen zurückgetreten. Anfang Juni hatte Tesco für die ersten drei Monate des Jahres die schlechtesten Quartalszahlen seit vier Jahrzehnten veröffentlicht.

Aldi und Lidl machen Tesco zu schaffen

Der größten britischen Supermarktkette - drittgrößte weltweit nach Walmart aus den USA und Carrefour aus Frankreich - macht besonders der Heimatmarkt zu schaffen. Hier ziehen vor allem die Discounter Aldi und Lidl die Kunden ab. Die Konzentration auf die Wachstumsmärkte China und Indien erwies sich als weniger profitabel als erwartet.

An den Börsen in London und Frankfurt sank der Kurs der Tesco-Aktie um mehr als elf Prozent. Seit Beginn des Jahres verlor die Aktie damit rund 40 Prozent ihres Wertes. Schon im August hatte Tesco zudem angekündigt, die Dividende um drei Viertel zu kürzen.

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