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Ifo-Geschäftsklimaindex zum fünften Mal in Folge gesunken


Konjunktur  

Ifo-Index sinkt zum fünften Mal in Folge

24.09.2014, 15:27 Uhr | dpa , rtr

Ifo-Geschäftsklimaindex zum fünften Mal in Folge gesunken. Ifo: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich erneut verschlechtert (Quelle: Katja Lenz/t-online.de)

Ifo: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich erneut verschlechtert (Quelle: Katja Lenz/t-online.de)

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September den fünften Monat in Folge eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel unerwartet deutlich von 106,3 auf 104,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit April 2013. Der Rückgang fiel weit deutlicher aus als von Experten erwartet. "Der deutsche Konjunkturmotor läuft nicht mehr rund", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang um 0,5 auf 105,8 Punkte gerechnet. Die Führungskräfte schätzten sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter ein als zuletzt.

Der deutsche Aktienmarkt hat trotz eines schwachen Ifo-Index nur leicht nachgegeben. Der DAX reduzierte nach Bekanntgabe der Daten seine Verluste und verzeichnete zuletzt ein leichtes Minus.

Verunsicherung ist groß

Mit dem erneuten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers schwinden die Chancen auf ein kräftiges Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Angesichts der Verunsicherung durch die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten war das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr um 0,2 Prozent geschrumpft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie senkte seine Wachstumsprognose von 2,0 auf 1,5 Prozent.

"Warnsignal"

"Die erneut schlechtere Stimmung ist ein Warnsignal", erklärte Jörg Zeuner, KfW-Chefvolkswirt. Selbst die in den vergangenen Wochen nach unten korrigierten Wachstumsprognosen für Deutschland könnten sich noch als zu optimistisch erweisen, sollte sich das internationale Umfeld weiter eintrüben. Immerhin gebe es einige Hoffnungsschimmer: So habe sich der Konflikt in der Ostukraine sich ein wenig beruhigt.

Auch auf die Verbraucherstimmung schlugen die internationalen Krisenherde zuletzt durch. Zum ersten Mal seit gut eineinhalb Jahren war die Konsumlaune der Bundesbürger im August gesunken. Das Vertrauen der Bürger in eine schwungvolle Entwicklung der Konjunktur schwand sogar so stark wie noch in keinem anderen Monat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1980. Der Konsumklimaindex sank von 8,9 Zählern im August auf 8,6 Punkte für September.

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