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Uber senkt den Preis auf Betriebskosten der Autos

Notbremse für Fahrdienst  

Uber senkt Preis auf Betriebskosten der Autos

10.10.2014, 16:39 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de

Uber senkt den Preis auf Betriebskosten der Autos. Uber in Berlin und Hamburg: Fahrten nur noch zum Selbstkostenpreis (Quelle: dpa)

Uber in Berlin und Hamburg: Fahrten nur noch zum Selbstkostenpreis (Quelle: dpa)

Der Fahrdienst-Vermittler Uber zieht die Konsequenzen aus juristischen Niederlagen und senkt die Preise für UberPop auf ein Niveau ab, das in etwa den Betriebskosten für Autos entspricht. Das geht aus einem Newsletter hervor, den das Unternehmen verschickte. Damit soll unterstrichen werden, dass es sich nur um eine Art Mitfahrzentrale handele - und nicht um Konkurrenz für Taxis. Gleichzeitig bat Uber seine Fahrer und Nutzer in Berlin um Unterstützung. "Überholte Gesetze" bedrohten die Dienste des Unternehmens und machten mehr Wettbewerb unmöglich, hieß es in einem Blogeintrag.

Bei den Verboten in Hamburg und Berlin hatten die Richter vor allem Anstoß an dem Fahrpreis genommen. Dieser dürfe die Betriebskosten des Wagens nicht überschreiten, andernfalls müsse Uber eine Konzession nach dem geltenden Personenbeförderungsgesetz besitzen.

Das Unternehmen bezieht sich mit der Änderung auf eine zentrale Formulierung im Personenbeförderungsgesetz (PBefG). Sie stellt klar, dass das Gesetz nur für diejenigen gilt, die "entgeltlich und gewerblich" Passagiere in Fahrzeugen befördern wollen - etwa Bus- oder Taxiunternehmer. Im Umkehrschluss heißt das gleichzeitig, dass Angebote, mit denen kein Gewinn erzielt wird, den Regelungen nicht unterliegen. Das gilt für klassische Mitfahrzentralen.

Für Fahrer von UberPop bedeutet das, dass sie praktisch zum Selbstkostenpreis unterwegs sind und es sich nicht mehr lohnt, extra loszufahren, um einen Kunden zu befördern.

Neue Preise bisher nur in zwei Städten

Bisher wurden die Preise nur in Berlin und Hamburg gesenkt, wo es entsprechende Verbote gab. In München, wo das bisher noch nicht der Fall ist, werden dagegen bislang noch eine Startgebühr von einem Euro zuzüglich einer Kilometerpauschale von 75 Cent und eines Zeit-Zuschlags von 15 Cent je Minute fällig.

Die Taxi-Branche läuft gegen die Smartphone-Dienste des kalifornischen Unternehmens Sturm. Sie wirft Uber unfairen Wettbewerb vor. Vor Gericht erwirkten Taxifahrer Fahrverbote gegen private Uber-Fahrer. Eine bundesweit geltende einstweilige Verfügung des Frankfurter Landgerichts wurde aber aus formalen Gründen ausgesetzt.

Uber schreibt, die Regeln, gegen die das Unternehmen verstoße, seien veraltet und nicht kundenfreundlich. Dazu gehöre etwa die Auflage, dass Uber alle Fahrzeuge im Einsatz selbst besitzen müsse. Auch die Regel, dass Mietwagen nach jedem Auftrag zum Firmensitz zurückkehren müssten, sorge nur für mehr Schadstoffemissionen und mache in heutiger Zeit keinen Sinn mehr.

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