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Fernbus-Unternehmen kämpfen ums Überleben


Preiskrieg trotz Booms  

Fernbus-Unternehmen kämpfen ums Überleben

11.10.2014, 19:40 Uhr | t-online.de

Fernbus-Unternehmen kämpfen ums Überleben. Die Marktöffnung für Fernbusse hat den Anbietern im Jahr 2013 einen Fahrgastboom beschert. Und trotzdem kämpfen die Anbieter ums Überleben. (Quelle: dpa)

Der Markt für Fernbusreisen in Deutschland boomt - trotzdem kämpfen die Anbieter ums Überleben. (Quelle: dpa)

Die Marktöffnung für Fernbusse hat den Anbietern im Jahr 2013 einen Fahrgastboom beschert. Laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden hat sich auf innerdeutschen Strecken die Zahl der Passagiere innerhalb eines Jahres auf 6,7 Millionen mehr als verdreifacht. Und trotzdem kämpfen die Anbieter ums Überleben.

Dem Wachstum von 180 Prozent im ersten Jahr, der auf die gesetzliche Freigabe von mehr als 150 überregionalen Buslinien im Jahr 2012 und weiteren 100 im Jahr 2014 zurückzuführen ist, steht ein Preiskrieg der Fernbusbetreiber entgegen.

Preiskrieg der Betreiber

Dieser bringe zwar mittlerweile mehr als sieben Millionen Kunden, die Fernbusse nutzten um innerhalb Deutschlands von A nach B zu reisen, aber keine Gewinne, wie die "Welt am Sonntag" berichtet.

Nach Einschätzungen von Unternehmern und Experten werde der deutsche Markt daher schon bald ganz anders aussehen: "Es ist zu erwarten, dass nur drei bis vier große Anbieter auf dem Markt präsent bleiben werden", sagt Christoph Gipp, Fernbus-Experte der Berliner Beratungsgesellschaft IGES. Noch fahren derzeit etwa 40 Betreiber in Deutschland, davon sieben große.

"Nur drei Unternehmen werden übrig bleiben"

Auch Torben Greve, Gründer und Chef des Marktführers MeinFernbus, sieht laut Bericht der "Welt am Sonntag" schwere Zeiten heraufziehen. Wie in anderen Märkten, die liberalisiert wurden, werde es zu einer Bereinigung kommen. Seine Prognose gegenüber der "Welt am Sonntag" lautet: "Ich glaube, dass nur drei Unternehmen übrig bleiben werden."

Laut dem Bericht in "Der Welt" beherrscht MeinFernbus mit einem Anteil von 47 Prozent derzeit den deutschen Markt. Es folgen Flixbus mit 20 Prozent, die Busmarken der Deutschen Bahn – BerlinLinienBus und IC Bus – mit zwölf Prozent und ADAC Postbus mit sieben Prozent. Die Nummer fünf der Branche, city2city, stellt ihren Betrieb ein - Grund dafür sei ein jährlicher Verlust von 2,5 Millionen Euro.

Fernbusse sind vor allem beliebt, um von einer deutschen Stadt in die nächste zu kommen. Grenzüberschreitende Verbindungen buchte 2013 etwa jeder fünfte Kunde (1,5 Millionen Fahrgäste) - ein Plus von 67 Prozent im Vergleich zu 2012. Im Durchschnitt legten die Reisenden rund 330 Kilometer pro Fahrt zurück, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Die Busse seien im Schnitt zur Hälfte ausgelastet gewesen.

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