Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose drastisch


Düstere Aussichten  

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose drastisch

14.10.2014, 13:42 Uhr | rtr, dpa-AFX

Bundesregierung senkt Wachstumsprognose drastisch. Die Konjunkturaussichten trüben sich weiter ein. (Quelle: dpa)

Die Konjunkturaussichten trüben sich weiter ein. (Quelle: dpa)

Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum drastisch nach unten korrigiert. Für 2014 wird statt 1,8 Prozent nur noch ein Plus von 1,2 Prozent erwartet, für 2015 ein Zuwachs von 1,3 Prozent nach zuvor 2,0 Prozent, teilte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem außenwirtschaftlich schwierigen Fahrwasser", sagte Gabriel in Berlin. "Geopolitische Krisen haben auch in Deutschland die Verunsicherung erhöht und die nur moderate weltwirtschaftliche Entwicklung belastet die Konjunktur." Gabriel folgt weitgehend den führenden Forschungsinstituten, die ihre Prognosen vorige Woche wegen der Flaute in der Euro-Zone, der Ukraine-Krise und anderen Risiken kräftig zurückgenommen hatten.

Die Herbstprojektion der Bundesregierung bildet die Grundlage für die Steuerschätzung im November. Diese wiederum gilt als Orientierungshilfe für die Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen.

Damit gibt es aus Konjunktursicht immer mehr schlechte Nachrichten für Deutschland und ganz Europa. So hatten beispielsweise unter den Finanzmarktexperten im Oktober erstmals seit Mitte November 2012 wieder die Pessimisten die Oberhand gewonnen.

ZEW-Index wird negativ

Die Talfahrt der ZEW-Konjunkturerwartungen setzte sich für November beschleunigt fort. Zudem hat die Industrie in der Eurozone ihre Produktion im August deutlich zurückgefahren. Sie schrumpfte um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die Statistikbehörde Eurostat in Brüssel mitteilte.

Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte Konjunkturindikator fiel zum Vormonat um 10,5 Punkte auf minus 3,6 Zähler, wie das Institut in Mannheim mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem Rückgang auf null Punkte gerechnet. Es war der zehnte Rückgang in Folge.

Die befragten Analysten gehen damit mittelfristig von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland aus. "Geopolitische Spannungen und die hinter den Erwartungen zurückbleibende konjunkturelle Entwicklung in Teilen der Eurozone sorgen weiterhin für Verunsicherung und trüben die deutschen Wachstumsaussichten ein", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest.

Wirtschaftliche Lage negativer bewertet

Experten hatten einen Rückgang der Industrieproduktion erwartet, allerdings nur um 1,6 Prozent. Im Juli zog die Fertigung noch um 0,9 Prozent an. Der kräftige Rückgang im August ist vor allem auf die schwindende Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen zurückzuführen. Deren Erzeugung ging um 4,8 Prozent zurück. Die Energieproduktion legte hingegen um 1,2 Prozent zu.

Die Industrie in den Euro-Ländern ist laut einer Umfrage des Instituts Markit im September kaum noch gewachsen. Auch der Ausblick auf die nähere Zukunft ist laut Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson besorgniserregend. Die Auftragseingänge verringerten sich im vorigen Monat erstmals seit Juni vorigen Jahres.

Zudem dürften zuletzt enttäuschende Wirtschaftszahlen zu Auftragseingängen und Außenhandel den zunehmenden Pessimismus verstärkt haben. Auch die aktuelle wirtschaftliche Lage wird im Oktober deutlich negativer bewertet. Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel um 22,2 Punkte auf 3,2 Punkte. Erwartet wurde ein Rückgang auf 15,0 Punkte.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Luftig-leichte Looks in Großen Größen entdecken
jetzt bei C&A
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe