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RWE-Dea: Briten blockieren Verkauf an Michail Fridman


Umstrittener Deal  

Briten blockieren Verkauf von RWE-Dea an Russen

16.10.2014, 11:56 Uhr | t-online.de, dpa, rtr

RWE-Dea: Briten blockieren Verkauf an Michail Fridman. Der Verkauf der RWE-Tochter Dea an einen russischen Oligarchen könnte platzen (Quelle: dpa)

Der Verkauf der RWE-Tochter Dea an einen russischen Oligarchen könnte platzen (Quelle: dpa)

Die britische Regierung blockiert einer Zeitung zufolge den milliardenschweren Verkauf der RWE-Tochter Dea an eine Investorengruppe um den russischen Oligarchen Michail Fridman. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtete, hat sich der britische Energieminister Edward Davey angesichts der Sanktionen gegen Russland "nicht geneigt" gezeigt, dem Verkauf zuzustimmen. Die britische Gasproduktion macht ein Fünftel von Dea aus.

Die britischen Behörden könnten einem von Fridman geführten Unternehmen die Lizenz entziehen. RWE lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Man arbeite weiter daran, den Verkauf von Dea nach Russland noch in diesem Jahr abzuschließen, hieß es.

Grünes Licht von der Bundesregierung

In Deutschland war ebenfalls Kritik an den Plänen aufgekommen. Die Bundesregierung hatte den umstrittenen Verkauf dennoch gebilligt. Die 5,1 Milliarden Euro schwere Transaktion gilt angesichts der Ukraine-Krise und der Rolle Moskaus in dem Konflikt als heikel. Die Bundesregierung hat bei Außenhandelsgeschäften, die als politisch sensibel gelten, ein Mitspracherecht. Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission hatten dem Verkauf bereits zugestimmt.

Dea fördert in Europa und Nordafrika Öl und Gas und gehört seit 1988 zum Essener Energiekonzern RWE. In Deutschland bohrt das Unternehmen unter anderem in Niedersachsen nach Gas und in der Nordsee nach Öl und betreibt oder hält Anteile an drei großen Gasspeichern in Bayern mit einem Anteil von 7,5 Prozent der deutschen Gasreserven.

Das Unternehmen gilt als einer der größten Öl- und Gasproduzenten Deutschlands und als Ertragsperle: Bei 2,1 Milliarden Euro Umsatz lag das Betriebsergebnis 2013 bei 524 Millionen Euro. Auch die Mitarbeiterzahl steigt Jahr für Jahr auf aktuell mehr als 1400. Aber das Gas- und Ölgeschäft erfordert Milliardeninvestitionen - Geld, das die Mutter RWE nicht mehr hat. Deshalb fiel 2013 die Entscheidung zum Verkauf.

Briten sind skeptisch

Der russische Oligarch ist einer der Eigner des schwerreichen Investorenkonsortiums Alfa Group. Die Gruppe hatte einst mit dem britischen Energieriesen BP ein Gemeinschaftsunternehmen zur Ausbeutung des russischen Festland-Öls betrieben.

Im März 2013 verkauften die Oligarchen ihr 25-Prozent-Aktienpaket an TNK-BP an den russischen Staatskonzern Rosneft für mehr als 13 Milliarden Dollar. Vorausgegangen war ein monatelanger Rechtsstreit. Fridmans persönliches Vermögen wird vom US-Magazin Forbes auf mehr als 17 Milliarden Dollar geschätzt.

Ungarische MOL weiter an RWE Dea interessiert

Vor dem Hintergrund des stockenden Verkaufs hat der ungarische Energiekonzern MOL derweil sein Interesse an dem Öl- und Gasunternehmen bekräftigt. MOL habe Dea immer als ein sehr attraktives Geschäft betrachtet und sei offen für Gespräche, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Neben MOL hatte auch die BASF-Tochter Wintershall ein Auge auf Dea geworfen. Von BASF war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten, ob das Interesse noch besteht.

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