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KarstadtQuelle: Middelhoff sollte 100 Millionen Provision erhalten


Bei Karstadt-Zerschlagung  

Middelhoff sollte 100 Millionen Euro Provision erhalten

16.10.2014, 16:04 Uhr | dpa

KarstadtQuelle: Middelhoff sollte 100 Millionen Provision erhalten. Der ehemalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff (Quelle: dpa)

Der ehemalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff (Quelle: dpa)

Der frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, hätte im Falle einer erfolgreichen Zerschlagung des KarstadtQuelle-Konzerns Aussicht auf eine Provision in Höhe von 100 Millionen Euro gehabt. Middelhoff sagte vor dem Kölner Landgericht über frühe Pläne zum Verkauf des Handelskonzerns aus.

Schon Anfang 2005 hätten die Großaktionärin Madeleine Schickedanz, der Immobilienunternehmer Josef Esch, Vertreter der Bank Sal. Oppenheim und er in St. Moritz Pläne geschmiedet, den später in Arcandor umbenannten Konzern von der Börse zu nehmen und in Einzelteilen zu verkaufen. Der auf diesem Weg zu erzielende Betrag hätte nach einer Untersuchung von Goldman Sachs deutlich über dem Börsenwert des Unternehmens gelegen.

Pläne scheiterten wegen Verschuldung

Die Pläne seien jedoch gescheitert, weil es wegen der hohen Verschuldung von KarstadtQuelle und der Probleme im Versandhandel nicht gelungen sei, einen Finanzinvestor zu finden. Middelhoff hätte nach den im Gericht präsentierten Unterlagen im Erfolgsfall Aussicht auf eine Prämie von 100 Millionen Euro gehabt.

In dem Kölner Strafverfahren sind das einstige Führungsquartett der Sal. Oppenheim-Bank sowie der Immobilienunternehmer Josef Esch teils wegen Untreue im besonders schweren Fall und teils wegen Beihilfe dazu angeklagt. Sie bestreiten die Vorwürfe.

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