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Trotz Russland-Sanktionen: Maschinenbauer verzeichnen sprunghaften Auftragsanstieg


Trotz Russland-Sanktionen  

Maschinenbauer verzeichnen sprunghaften Auftragsanstieg

03.11.2014, 10:20 Uhr | rtr

Trotz Russland-Sanktionen: Maschinenbauer verzeichnen sprunghaften Auftragsanstieg. Deutsche Maschinenbauer können zurückgehende Aufträge aus dem Inland mit ausländischen Orders überkompensieren (Quelle: dpa)

Deutsche Maschinenbauer können zurückgehende Aufträge aus dem Inland mit ausländischen Orders überkompensieren (Quelle: dpa)

Nach der Flaute im Sommer und trotz der Russland-Sanktionen haben die deutschen Maschinenbauer im September einen kräftigen Anstieg bei den Aufträgen verzeichnet. Sie lagen um 13 Prozent höher als im gleichen Monat vor einem Jahr, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Allerdings kam der hohe Zuwachs hauptsächlich durch das Ausland zustande, denn aus dem Inland gab es deutlich weniger Bestellungen.

Die Orders aus Deutschland sanken um neun Prozent, dagegen schnellten die Auslandsbestellungen um 24 Prozent in die Höhe. "Der September brachte den insgeheim erwarteten Ausgleich für den in Folge des Sommerlochs zuvor etwas mager ausgefallenen Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Abermals seien die Geschäfte von zahlreichen Großaufträgen angekurbelt worden. "Anders als im Vormonat kamen die Bestellungen für Großanlagen dieses Mal aus dem Ausland, namentlich aus den Nicht-Euro-Ländern", sagte Wiechers.

In dem von Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Juli bis September stiegen die Auftragseingänge um fünf Prozent, im Inland um ein Prozent und im Ausland um sechs Prozent. Zugpferde mit Zuwächsen von 20 Prozent und mehr seien die Verfahrenstechnik, Bergbaumaschinen sowie Aufzüge und Fahrtreppen gewesen, ergänzte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Branche weiter auf Rekordkurs

Die Ukrainekrise und die Sanktionen gegen Russland haben den Maschinenbauern in den vergangenen Monaten zugesetzt. Dennoch peilen die deutschen Unternehmen der Branche für 2014 einen Rekordumsatz von 210 Milliarden Euro an - vier Milliarden mehr als im Vorjahr. Das ursprünglich angepeilte Produktionswachstum von drei Prozent kassierte der Branchenverband im Juli allerdings und erwartet nur noch ein Plus von einem Prozent.

Insgesamt kommt die Industrie in der Euro-Zone nicht recht in Schwung. Der Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober zwar um 0,3 auf 50,6 Punkte, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Das Barometer hielt sich aber nur knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum anzeigt. "Die Unternehmen haben Schwierigkeiten, nach dem Mitte des Jahres erlittenen Dynamikverlust wieder in Schwung zu kommen", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Für Deutschland alleine sind die Zahlen besser: Hier kletterte der Index um 1,5 auf 51,4 Punkte.

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