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Gekündigten Burger-King-Filialen geht die Ware aus


Keine Belieferung  

Gekündigten Burger-King-Filialen geht die Ware aus

21.11.2014, 15:48 Uhr | dpa, t-online.de

Gekündigten Burger-King-Filialen geht die Ware aus. Auch diese Burger-King-Filiale in der Frankfurter Innenstadt ist von der Schließung bedroht (Quelle: imago/ Ralph Peters)

Auch diese Burger-King-Filiale in der Frankfurter Innenstadt ist von der Schließung bedroht (Quelle: imago/ Ralph Peters)

Burger King hat 89 Filialen gekündigt und beliefert sie nicht mehr, mehr als 3000 Mitarbeitern der Fastfood-Kette bangen wegen der drohenden Schließung um ihre Arbeitsplätze. Zwar haben die meisten Filialen des gekündigten Franchise-Nehmers Yi-Ko nach Angaben der Gewerkschaft NGG noch geöffnet. Doch schon zum Wochenende dürfte das Geschäft zur Neige gehen. Von Freitag an würden die betroffenen Filialen nicht mehr mit Waren beliefert, sagte ein Sprecher von Burger King in München. Die übrigen knapp 600 Filialen sollen ihren Betrieb "wie gewohnt" fortsetzen. Wir nennen die betroffenen Filialen.

Die Vorräte der Schnellrestaurants mit Ware reichen nach Einschätzung der NGG maximal noch ein paar Tage aus. Sollte bis dahin keine Einigung zwischen Burger King und Yi-Ko erreicht worden sein, drohe vielen Filialen die Schließung.

Geordnete Übergabe der Schnellrestaurants gefordert

Burger King hat die Verträge mit dem größten Franchise-Nehmer fristlos gekündigt und diesen Schritt unter anderem mit Vertragsverstößen begründet. Yi-Ko wehrt sich gegen die Kündigung und betreibt die Restaurants vorerst weiter. Ein Antrag von Yi-Ko auf eine Einstweilige Verfügung vor Gericht sei bei Burger King aber bislang nicht bekannt, sagte der Burger King-Sprecher am Nachmittag.

NGG-Gastronomie-Experte Guido Zeitler appellierte an Burger King, eine geordnete Übergabe der Restaurants sicherzustellen. "Die 3000 betroffenen Mitarbeiter wissen nicht, ob sie morgen noch einen Arbeitsplatz haben." Theoretisch könnten die Filialen zwar auch ohne das Burger-King-Logo weitermachen. Praktisch sei dies aber unter anderem wegen Logistik-Problemen, hoher laufender Kosten und mangelnder Akzeptanz ohne den bekannten Namen Burger King sehr schwierig.

Kunden meiden vielleicht alle Burger-King-Filialen

Der Geschäftsführer der NGG in München, Mustafa Öz, sieht auch das Management von Burger King in der Verantwortung. Burger King habe die Probleme in den Yi-Ko-Filialen zu lange ignoriert. "Jetzt, aus Sorge vor einer erneuten Skandalisierung im Fernsehen, zieht Burger King die Reißleine." Damit seien aber nicht nur die Mitarbeiter in den Yi-Ko-Filialen gefährdet.

"Der Kunde kann nicht zwischen Yi-Ko Restaurants und anderen Franchisenehmern unterscheiden. Er meidet eventuell alle Burger King Restaurants." Damit seien alle Arbeitsplätze bei Burger King stark gefährdet.

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