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ADAC: Mobilclub will nach Skandalen interne Strukturen ändern

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Kontrolle durch Externe  

ADAC will Strukturen ändern

23.11.2014, 09:41 Uhr | t-online.de

ADAC: Mobilclub will nach Skandalen interne Strukturen ändern. Nach zahlreichen Skandalen plant der ADAC einen massiven Umbau. (Quelle: dpa)

Nach zahlreichen Skandalen plant der ADAC einen massiven Umbau. (Quelle: dpa)

Nach zahlreichen Skandalen steht der ADAC nun vor tiefgreifenden Veränderungen. Europas größter und einflussreichster Automobilclub will unternehmerische Aktivitäten vom Club trennen. So soll der steuerbegünstigte Status als Verein aufrecht erhalten werden, wie der "Spiegel" und "NDR Info" berichten.

Dem zufolge soll das verschachtelte Unternehmen des ADAC komplett umstrukturiert und von der Vereinstätigkeit getrennt werden. Der kommissarische Präsident des Mobilclubs, August Markl, soll eine weitreichende Kontrolle durch Externe in Betracht ziehen. Zudem solle die ADAC Firmenholding BuW in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Gründung einer ADAC-Stiftung möglich

Zurzeit besitzt der ADAC 100 Prozent der BUW. Nach diesem Schritt wären es nur noch 74,9 Prozent. Minderheitsgesellschafter der AG mit aktienrechtlichem Vetorecht soll, so der "Spiegel", eine neu zu gründende ADAC-Stiftung werden. Ihr Sitzungsrat soll aus fünf Mitgliedern bestehen, darunter zwei Externe.

In die Stiftung sollen auch die Überschüsse aus Mitgliederbeiträgen fließen. Mit diesem Geld sollen für die Allgemeinheit interessante Forschungsprojekte finanziert werden. Sie könnten sich beispielsweise mit der Verkehrssicherheit oder neuen Mobilitätskonzepten beschäftigen.

Vereinsstatus steht zurzeit in Frage

Einer solchen Reform müssen noch die einflussreichen Regionalclubs, voraussichtlich am 6. Dezember, zustimmen. Nach Angaben des "Spiegel" hofft die ADAC-Spitze, damit ein positives Signal an das Amtsgericht München zu senden. Dieses prüft derzeit, ob der ADAC noch die Voraussetzungen für den Vereinsstatus erfüllt, oder ob es sich um ein milliardenschweres Wirtschaftsunternehmen mit angeschlossenem Automobilclub handelt.

Der ADAC wollte die Umbaupläne bislang nicht kommentieren. Es seien "verschiedene Modellentwürfe" entwickelt worden. Sie sollten "dem neuen Leitbild des ADAC bezüglich einer erforderlichen und sinnvollen Trennung zwischen Vereins- und Wirtschaftsaktivitäten besser Rechnung tragen", heißt es in einem Statement.

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