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Griechenland-Urlauber landen künftig häufig bei Fraport


14 Regionalflughäfen  

Griechenland-Urlauber landen künftig häufig bei Fraport

25.11.2014, 18:45 Uhr | rtr, t-online.de

Griechenland-Urlauber landen künftig häufig bei Fraport. Der Flughafen Rhodos und 13 andere griechische Regionalflughäfen werden künftig von der deutschen Fraport betrieben (Quelle: imago/Action Pictures)

Der Flughafen Rhodos und 13 andere griechische Regionalflughäfen werden künftig von der deutschen Fraport betrieben (Quelle: imago/Action Pictures)

Wer ab Ende kommenden Jahres ab Frankfurt oder Hannover in den Urlaub nach Griechenland fliegt, startet nicht nur auf einem Fraport-Flughafen, sondern landet dort auch an seinem Ziel. Der Flughafenbetreiber hat den Zuschlag für den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen bekommen - zusammen mit einem griechischen Partnerunternehmen.

Das Konsortium habe mit rund 1,2 Milliarden Euro die höchste Offerte abgegeben, erklärte die griechische Privatisierungsbehörde. Die Summe wandert in den griechischen Staatshaushalt. Zu den Flughäfen gehören Airports auf Urlaubszielen wie Rhodos, Korfu, Mykonos und Santorin. Aber auch der Flughafen der Stadt Thessaloniki gehört zu dem Paket.

Fraport soll die Flughäfen, die im vergangenen Jahr 19,1 Millionen Passagiere abfertigten, zusammen mit seinem Partner 40 Jahre lang betreiben. Die Frankfurter, die die Mehrheit an dem Konsortium halten, erwarten den Abschluss der Transaktion im Herbst 2015. Bis dahin werde es keine Preis- oder Vertragsverhandlungen mehr geben. Heimischer Partner ist Slentel eine Tochter des griechischen Industrieunternehmens Copelouzos Group.

90 Millionen Euro Gewinn pro Jahr

Fraport-Chef Stefan Schulte sieht in den Flughäfen "erhebliches Wachstumspotenzial". Man erwarte, dass die Airports 2016 mehr als 180 Millionen Euro umsetzen und ein Betriebsergebnis (EBITDA) von 90 Millionen Euro beisteuern werden, hieß es in einer Fraport-Mitteilung. Unter dem Strich werde das Ergebnis von Fraport in den ersten drei Jahren unter anderem wegen Zins- und Kaufpreiszahlungen jedoch mit insgesamt 100 Millionen Euro belastet.

Fraport ist bereits an mehreren Airports im Ausland beteiligt, etwa in der peruanischen Hauptstadt Lima, dem russischen St. Petersburg oder dem türkischen Antalya. Zuletzt hatten die Frankfurter die Mehrheit am Flughafen der slowenischen Hauptstadt Ljubljana übernommen. Bei anderen größeren Ausschreibungen war der MDAX-Konzern leer ausgegangen. So bewarben sich die Hessen erfolglos um den Betrieb von Flughäfen in Brasilien und des neuen Großflughafens in Istanbul.

Privatisierungen sind Teil der Griechenland-Rettung

Im Rahmen eines Privatisierungsprogramms versteigert Griechenland die Betreiberkonzessionen für die regionalen Flughäfen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Euro-Partner hatten Griechenland mit 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt, verlangen dafür im Gegenzug aber Privatisierungen und Reformen, damit das Land seine Schulden in den Griff bekommt.

Auch zwei andere Konsortien hatten Gebote für die Regionalflughäfen abgeben: Die argentinische Holding Corporation America hatte sich mit der griechischen Ingenieurfirma Metka zusammengetan, der französische Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci hatte zusammen mit der griechischen Ellaktor geboten.

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