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Ölpreis: Russland befürchtet weiteren Sturz auf unter 60 Dollar


Ölkonzern Rosneft  

Russen befürchten weiteren Ölpreis-Sturz um rund 20 Prozent

28.11.2014, 09:50 Uhr | rtr, dpa

Ölpreis: Russland befürchtet weiteren Sturz auf unter 60 Dollar. Ölraffinerie fackelt Gas ab: Ölpreise noch weiter runter? (Quelle: dpa)

Ölraffinerie fackelt Gas ab: Ölpreise noch weiter runter? (Quelle: dpa)

Um etwa ein Drittel sind die Ölpreise seit Sommer bereits gefallen, doch es könnte noch weiter abwärts gehen. Der russische Ölkonzern Rosneft schließt ein weiteres Abrutschen der Ölpreise um rund 20 Prozent auf unter 60 Dollar pro Fass nicht aus. Ein solcher Preisverfall sei möglich, allerdings wohl nur gegen Ende der ersten Jahreshälfte 2015, sagte Rosneft-Chef Igor Setschin der Zeitung "Die Presse" aus Österreich.

Auch Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs glauben an weitere Preisrückgänge. Das Opec-Ziel für die Fördermenge berge das Potential für weiter sinkende Ölpreise, hieß es.

Russlands Wirtschaftssituation verschärft sich

Am Donnerstag hatte sich der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent zeitweise um mehr als sieben Prozent auf knapp 72 Dollar verbilligt, am Freitag rutschten die Notierungen weiter. Vorausgegangen war die Entscheidung des Öl-Kartells Opec, die Fördermengen nicht zu kürzen, obwohl der Ölpreis vor allem wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um gut ein Drittel gesunken war. Weniger Öl bei rückläufiger Nachfrage lässt die Preise steigen.

Die Opec-Entscheidung verschärft Russlands Haushaltsprobleme. Das Land hat ohnehin schon mit den Auswirkungen der westlichen Wirtschaftssanktionen wegen der Ukraine-Krise zu kämpfen. Zudem reagierte der russische Rubel nach der Sitzung des Ölkartells mit weiteren Kursverlusten. Und auch der Aktienmarkt ist entsetzt: Der russische RTS stürzt am Freitagmorgen um über drei Prozent.

Bevölkerung glaubt an Verschwörung

Die niederländische Zeitung "De Telegraaf" schreibt dazu: "Der Kreml ist wütend über den Beschluss der Opec, die Ölproduktion nicht zu verringern. Durch den fallenden Ölpreis droht Russland, das stark abhängig ist von Öl- und Gasexporten, in diesem Jahr bis zu 80 Milliarden Euro zu verlieren. (...) Viele Russen sehen in dem Opec-Beschluss eine Verschwörung Saudi-Arabiens mit den Amerikanern, um Moskau abzustrafen für die Annexion der Krim und die Unterstützung der Rebellen in der Ostukraine."

Rosneft-Mann Setschin sagte zudem, er glaube, Russland habe das Potenzial, seine Fördermenge um 200.000 bis 300.000 Fass pro Tag zu kürzen, sollte der Ölpreis weiter so niedrig bleiben. (1 Fass = 159 Liter) Russland ist nicht Mitglied der Organisation Erdöl fördernder Länder (Opec).

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