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Rubel befindet sich im freien Fall: Billiges Öl setzt Russland zu

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Billiges Öl setzt Russland zu  

Der Rubel befindet sich im freien Fall

01.12.2014, 16:28 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

Rubel befindet sich im freien Fall: Billiges Öl setzt Russland zu. Erstmals mussten über 50 Rubel für einen Dollar hingeblättert werden (Quelle: imago/Christian Ohde)

Erstmals mussten über 50 Rubel für einen Dollar hingeblättert werden (Quelle: Christian Ohde/imago)

Der Preiseinbruch am Rohölmarkt setzt die russische Währung immer stärker unter Druck. Zu Wochenbeginn fiel der Rubel zum US-Dollar um weitere acht Prozent zurück. Erstmals mussten mehr als 50 Rubel für einen Dollar gezahlt werden.

Vorübergehend kostete ein Dollar 53,29 Rubel - der tiefste Stand seit der Finanzkrise 1998. Seit Jahresbeginn ging es für den Rubel um satte 37 Prozent nach unten, allein in den vergangenen fünf Tagen um 14 Prozent. Zum Euro fallen die Verluste ähnlich stark aus. Für einen Euro mussten im Tagesverlauf bis zu 66,50 Rubel gezahlt werden.

Notenbank hat angeblich interveniert

Derweil hat die russische Zentralbank einem Bericht des "Wall Street Journals" zufolge offenbar am Markt interveniert, um die Landeswährung zu stützen. "Es ist wahrscheinlich, dass die Zentralbank Interventionen durchgeführt hat, indem sie Verkaufsaufträge für den Dollar auf immer niedrigeren Preisniveaus platziert hat", wird Pawel Demeschtschik, Händler der ING Bank in Moskau, zitiert. Demeschtschik begründete seine Schlussfolgerung dem Bericht zufolge mit der Art des Vorgehens. "Es ist unwahrscheinlich, dass ein anderer Marktteilnehmer (als die Zentralbank, Anm. d. Red.) die Absicht hat, sich so zu verhalten", sagt er.

Seit November lässt die Zentralbank des Landes den Rubel frei schwanken. Sie hat sich allerdings auch vorbehalten, auf jedem Kursniveau einzugreifen, um für finanzielle Stabilität zu sorgen oder panikartige Rubel-Verkäufe der Bevölkerung zu verhindern. Die Zentralbank gibt ihre Schritte nicht bekannt und veröffentlicht sie laut "Wal Street Journal" erst mit zwei Tagen Verzögerung auf ihrer Internetseite.

Opec-Entscheidung verschärft russische Krise

Entscheidend für die Talfahrt des Rubel sind die massiv fallenden Ölpreise. Wegen des hohen weltweiten Angebots bei zugleich verhaltener Nachfrage war es bereits seit diesem Sommer bergab gegangen. Verschärft wurde die Entwicklung durch die Entscheidung des Ölkartells Opec vom vergangenen Donnerstag, die Ölproduktion nicht zu kürzen. Seit Juni sind die Ölpreise um etwa 40 Prozent eingebrochen. Laut Experten ist Russland davon am stärksten betroffen, weil das Land einen erheblichen Teil seiner Ausfuhrerlöse mit Rohölexporten erzielt.

Neben dem Ölpreisverfall leidet die russische Wirtschaft unter den Folgen der Ukraine-Krise: Der Westen hat das Land mit Wirtschaftssanktionen belegt, als Reaktion hat Russland die Einfuhr von Lebensmitteln begrenzt. Das treibt die Nahrungsmittelpreise im Land. Die Inflation hat in den vergangenen Monaten angezogen, das Wirtschaftswachstum ist auf dem Rückzug. Schon vor der Krise in der Ostukraine hatte die russische Konjunktur erheblich an Schwung verloren.

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