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Bundesbank gibt Ausblick: "Begründete Hoffnung" trotz Prognose-Senkung

Bundesbank optimistisch  

"Begründete Hoffnung" trotz Prognose-Senkung

05.12.2014, 10:32 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Bundesbank gibt Ausblick: "Begründete Hoffnung" trotz Prognose-Senkung. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: Aktuelle Konjunkturdelle ist nur "vorübergehend" (Quelle: dpa)

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: Aktuelle Konjunkturdelle ist nur "vorübergehend" (Quelle: dpa)

Die Bundesbank hat ihre Prognose für die deutsche Konjunktur deutlich gesenkt. 2014 dürfte die Wirtschaft nur um 1,4 Prozent wachsen, teilte die Bank mit. Im Sommer hatten die Ökonomen noch ein Wachstum von 1,9 Prozent für dieses Jahr vorausgesagt.

Auch für 2015 und 2016 korrigierte die Bundesbank ihre Einschätzungen nach unten: Statt um zwei Prozent wachse die Wirtschaft im kommenden Jahr nur noch um ein Prozent. Für das Jahr 2016 erwarten die Experten anstelle von 1,8 nur noch 1,6 Prozent Wachstum. Erst am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank ihre Wachstumsprognosen für die Eurozone gesenkt. Für 2014 geht sie von einem Zuwachs von 0,8 Prozent in der Euro-Zone aus, für 2015 von einem Prozent. Zuletzt hatte sie ein Wachstum von 0,9 und 1,6 Prozent vorausgesagt.

"Begründete Hoffnung"

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeigte sich trotz des nun schwächeren Ausblicks seines Instituts optimistisch. Es bestehe die "begründete Hoffnung", dass sich die "aktuelle Schwächephase" als "vorübergehend" erweise, erklärte Weidmann. Die deutsche Wirtschaft sei insgesamt immer noch in einer "bemerkenswert guten Verfassung".

Einer der wirtschaftlichen Treiber bleibt nach der Einschätzung des Instituts die gute Binnenkonjunktur. Die Verbraucher zeigten sich in den vergangenen Monaten ungeachtet aller weltweiten Krisen in Konsumlaune. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt könnte das noch begünstigen: Die Bundesbank-Ökonomen erwarten spürbar steigende Löhne. Dazu werde auch der neue allgemeine Mindestlohn beitragen, der die Kaufkraft der Verbraucher stärke. Die positive Lohnentwicklung würde zudem dazu führen, dass sich die Inflationsrate bis 2016 auf zwei Prozent erhöhe.

Industrie-Aufträge legen kräftig zu

Hoffnung machen auch die im Oktober deutlich gestiegenen Aufträge für die deutsche Industrie. Die Bestellungen stiegen um 2,5 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 0,5 Prozent erwartet.

Das Ministerium sieht aber auch nach dem zweiten Anstieg in Folge noch keinen kräftigen Aufschwung. "Insgesamt zeichnet sich in den Daten noch keine klare Trendwende ab", hieß es. "Der Start in das Jahresschlussquartal fiel allerdings sehr positiv aus." Damit mehrten sich die positiven Signale, nachdem zuletzt etwa der Ifo-Konjunkturindex gestiegen war. "Auch wenn weiterhin konjunkturelle Risiken bestehen, spricht dies dafür, dass die deutsche Wirtschaft damit beginnt, ihre Schwächephase allmählich zu überwinden", so das Ministerium.

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