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Ex-Burger-King-Franchisenehmer beantragt Insolvenz


Nach gescheiterter Verhandlung  

Ex-Burger-King-Partner beantragt Insolvenz

10.12.2014, 21:14 Uhr | dpa, rtr

Ex-Burger-King-Franchisenehmer beantragt Insolvenz. Verhandlungen mit Franchiser gescheitert: Die geschlossenen Burger-King-Filialen bleiben weiter zu (Quelle: dpa)

Verhandlungen mit Franchiser gescheitert: Die geschlossenen Burger-King-Filialen bleiben weiter zu (Quelle: dpa)

Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Burger King hat der umstrittene Franchisenehmer Insolvenzantrag für seine Schnellrestaurants mit rund 3000 Beschäftigten gestellt. Der Antrag der Burger King GmbH, einer Tochter der Yi-Ko Holding, ging beim Amtsgericht Stade ein. Das Unternehmen sei nach eigenen Angaben überschuldet, sagte der Direktor des Amtsgerichts, Willi Wirth. "Der zuständige Insolvenzrichter prüft den Antrag und wird unverzügliche eine Entscheidung zu den vorläufigen Maßnahmen treffen."

Die von Yi-Ko beauftragten Anwälte bestätigten den Insolvenzantrag der Betreibergesellschaft der 89 geschlossenen Filialen. "Wir haben bis zuletzt intensiv verhandelt. Es ist sehr bedauerlich, dass die Parteien am Ende nicht zu einer wirtschaftlichen Einigung gefunden haben", erklärte die Kanzlei Graf von Westphalen. Die Fast-Food-Kette habe sich am Ende doch entschieden, an dem Lieferstopp für die betroffenen Restaurants festzuhalten. Die Kanzlei betonte, dass für die Yi-Ko Holding GmbH selbst kein Insolvenzantrag gestellt worden sei.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Marc Odebrecht teilte mit, er werde unverzüglich Gespräche mit allen Beteiligten aufnehmen. Dabei solle geprüft werden, "ob und wann die Filialen wieder beliefert und eröffnet werden können". Er werde sich umgehend um die Löhne und Gehälter für die rund 3000 Beschäftigten kümmern, betonte der Hamburger Rechtsanwalt.

Burger King hofft auf Neuanfang

Die Fast-Food-Kette sieht nun den "Weg frei für einen kompletten Neuanfang", wie sie erklärte. Man werde eng mit dem Insolvenzverwalter "zusammenarbeiten und versuchen, schnellstmöglich eine Lösung für die Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden", hieß es bei Burger King Deutschland.

Derzeit ist jede achte der fast 700 Burger-King-Filialen in Deutschland geschlossen. Daher hat auch die Deutschland-Tochter des US-Konzerns selbst ein Interesse an einer raschen Lösung. Sie setzt aber offenbar auf neue Investoren.

Zuvor hatte Burger King bekanntgegeben, dass die Verhandlungen mit der Yi-Ko über eine Lösung für die 89 geschlossenen Schnellrestaurants gescheitert seien. "Wir bedauern - vor allem mit Blick auf die Mitarbeiter - dass die Verhandlungen bislang noch zu keinem Ergebnis geführt haben", hatte ein Burger-King-Sprecher erklärt. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der rund 3000 Arbeitsplätze zu finden.

Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko im November fristlos gekündigt und den Schritt auch mit Vertragsverstößen begründet. Zuvor hatte es Wirbel um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen gegeben.

Risiken konnten nicht abgeschätzt werden

Weil Burger King Yi-Ko die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbieten ließ und die Filialen auch nicht mehr belieferte, mussten sie schon bald schließen. In den vergangenen Tagen hatte sich während eines Verhandlungsmarathons zeitweise eine Einigung abgezeichnet. So sagten die Parteien eine ursprünglich für Montag angesetzte Gerichtsverhandlung ab, offenbar, um die Gespräche nicht zu belasten.

In der Kürze der Zeit und mangels ausreichender Informationen sei es aber nicht möglich gewesen, "die potenziellen Risiken in der ehemaligen Yi-Ko abzuschätzen", hatte der Burger-King-Sprecher erklärt. Man werde weiter versuchen, eine Lösung für die rasche Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der rund 3000 Arbeitsplätze zu finden. Alleineigentümer von Yi-Ko ist nach einem Gesellschafterwechsel der Russe Alexander Kolobov. Dem Vernehmen nach war bei den Verhandlungen im Gespräch, dass er seine Anteile verkauft und neue Investoren die Schnellrestaurants weiterführen.

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