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Ifo-Institut erhöht Wachstumsprognose für 2015


Konjunktur  

Ifo-Institut erhöht Wachstumsprognose für 2015

11.12.2014, 13:52 Uhr | dpa-AFX, dpa

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts im kommenden Jahr vor allem dank des starken Konsums um 1,5 Prozent wachsen.

"Die fallenden Ölpreise und der Kursverfall des Euro haben mitgeholfen, die Schockstarre nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise zu überwinden. Die Unternehmen schauen nun wieder etwas gelassener in die Zukunft", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn laut einer Mitteilung.

Die Forscher gehen davon aus, dass der Konsum in Deutschland im kommenden Jahr um 1,7 Prozent wächst. Dieses Jahr waren es 1,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit sinkt nur leicht

In ihrem Herbstgutachten hatte eine Reihe von Forschungsinstituten unter Beteiligung des Ifo-Instituts für das kommende Jahr noch ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,2 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote dürfte trotz eines Anstiegs der Erwerbstätigenzahl nur leicht von 6,7 auf 6,6 Prozent sinken.

Für das laufende Jahr korrigierte das Institut seine Wachstumsprognose auf 1,5 Prozent. Erst vor gut einem Monat hatten die Forscher ihre Prognose auf etwa ein Prozent gesenkt. Das Institut begründete die erneute Änderung mit Revisionen der offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamts.

Keine Angst vor Deflation

Sorgen vor einer zu niedrigen Inflation erklärte Sinn für unbegründet: "Wenn die Inflationsrate zeitweise absackt, ist das kein Problem." Um das Preisniveau in den Eurostaaten anzugleichen, müsse Deutschland aber auch eine höhere Geldentwertung akzeptieren. Die Anpassungen innerhalb der Eurozone könnten nicht einseitig den Staaten in Südeuropa aufgebürdet werden.

Die Investitionen der Unternehmen steigen nach der Ifo-Prognose nur leicht um zwei Prozent. "Das ist unser Sorgenkind, bei einem ordentlichen Aufschwung sollten zweistellige Wachstumsraten drin sein", sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturabteilung. Sinn bestätigte: "Deutschland investiert zu wenig im Inland und zu viel im Ausland."

Grund für die zurückhaltenden Investitionen ist nach Ansicht der Forscher auch die Einführung des Mindestlohns im Januar. "Die Unternehmen werden auch Maßnahmen wie Preiserhöhungen und Personalabbau ergreifen", sagte Wollmershäuser.

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