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Burger King will Filialen nächste Woche wieder eröffnen


Vorübergehende Lizenz  

Burger King will Filialen nächste Woche wieder eröffnen

12.12.2014, 21:47 Uhr | rtr, dpa

Burger King will Filialen nächste Woche wieder eröffnen. Neue Hoffnung: Die geschlossenen Burger King-Filialen sollen nächste Woche wieder öffnen. (Quelle: dpa)

Neue Hoffnung: Die geschlossenen Burger King-Filialen sollen nächste Woche wieder öffnen. (Quelle: dpa)

Die 89 von der Pleite des Betreibers betroffenen Burger-King-Restaurants in Deutschland sollen Anfang der nächsten Woche wieder öffnen. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter sei eine vorübergehende Lizenz zur Nutzung der Marke Burger King erteilt worden, teilte Burger King Deutschland am Abend mit.

Dadurch seien die Voraussetzungen geschaffen worden, dass die Restaurants in den nächsten Tagen wieder eröffnen könnten. Zusätzlich finanziere Burger King Deutschland den Neustart mit einem Massekredit in Millionenhöhe.

Bei Arbeitnehmervertretern sorgte die Nachricht am Freitag für Aufatmen: "Das ist natürlich ein erster guter Schritt", sagt der Gastronomie-Experte Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Nun müsse aber auch eine langfristige Lösung für die Filialen auf den Tisch.

Ausnahme auf dem deutschen Markt

Nach Einschätzung von Insolvenz-Experten käme für die insolvente Betreibergesellschaft der Schnellrestaurants grundsätzlich eine übertragende Sanierung, bei der die Vermögenswerte verkauft würden, oder ein Insolvenzplanverfahren in Frage.

Ob sich allerdings ein oder mehrere Investoren für die 89 Burger-Bratereien finden, ist offen. Die einfachste Lösung dürfte angesichts der Komplexität des Falls ein Einzel-Investor sein. Franchise-Unternehmen mit so vielen Filialen gelten allerdings als Ausnahme auf dem deutschen Markt.

Auch wenn nun ein Ende der Zwangspause greifbar ist - dauerhaft gelöst sind die Probleme damit nicht. Deutschland-Chef Andreas Bork zeigt sich nach der Einigung am Abend optimistisch: "Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter eine solide und gesunde Basis für die Zukunft der Restaurants zu schaffen."

Franchisenehmer stellte Insolvenzantrag

Die Filialen hatten schließen müssen, nachdem die Fast-Food-Kette ihrem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko Holding fristlos gekündigt hatte. Die Fast-Food-Kette wirft dem Franchisenehmer Verstöße gegen das Arbeitsrecht im Umgang mit Mitarbeitern und der Besetzung von Schichten vor. Derzeit ist jede achte der fast 700 Burger-King-Filialen in Deutschland geschlossen. Daher hat auch die Deutschland-Tochter des US-Konzerns selbst ein Interesse an einer raschen Lösung.

Nachdem sich Burger King und Yi-Ko in einem Verhandlungsmarathon nicht auf eine Lösung einigen konnten, musste die zu Yi-Ko gehörende Betreibergesellschaft für die Filialen, die Burger King GmbH, am Mittwoch Insolvenzantrag beim Amtsgericht Stade stellen.

Konstruktive Gespräche

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Marc Odebrecht, der bereits in den vergangenen Tagen nach Angaben seines Sprechers konstruktive Gespräche mit Burger King geführt hatte. Odebrecht hatte auch angekündigt, sich umgehend um die Löhne und Gehälter für die betroffenen Beschäftigten zu kümmern.

Laut "Wirtschaftswoche" war noch kurz vor der Insolvenzanmeldung eine Lösung für die geschlossenen Filialen greifbar. Ein Investor habe Interesse an einem Einstieg signalisiert, doch seien die Gespräche wegen einer eingeschränkten Informationslage ohne Ergebnis beendet worden. Der Burger-King-Sprecher bestätigte dies.

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