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Russischer Rubel in der Krise: Russen machen Panikkäufe


Rubel-Krise sorgt für Panikkäufe  

Russen bringen ihr Geld unter die Leute

17.12.2014, 18:27 Uhr | t-online.de, AP

Russischer Rubel in der Krise: Russen machen Panikkäufe. Rubelverfall sorgt für Panikkäufe in Russland. (Quelle: Reuters)

Rubelverfall sorgt für Panikkäufe in Russland. (Quelle: Reuters)

Russen sind zur Wochenmitte massenhaft in Läden gestürmt, um angesichts des fallenden Rubel-Kurses noch teure Anschaffungen zu machen. Autos, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte standen besonders hoch im Kurs, der Handel verzeichnete Rekordumsätze.

Unternehmen wie das Möbelhaus Ikea kündigten bereits Preiserhöhungen für Donnerstag an, nachdem der Rubel in den vergangenen zwei Tagen um 15 Prozent an Wert verloren hatte.

Schlangen wie sonst nur am Wochenende

Am Mittwochnachmittag bildeten sich in Ikea-Filialen Schlangen wie sonst höchstens am Wochenende. Mehrere andere Unternehmen stellten wegen der Währungsunsicherheit den Handel ein. Unter anderem stoppte Apple den Onlineverkauf seiner iPhones und iPads in Russland, um die Preise anzupassen.

Eine Russin berichtete, sie fühle sich an 1998 erinnert, als der Rubel nach einer Staatspleite ebenfalls massiv an Wert verlor. Eine besondere Gefahr gehe davon aus, dass viele versuchten, ihr Geld von Bankkonten abzuheben. "Wir versuchen uns selbst zu schützen, damit es nicht so schlimm wird wie damals", sagte sie.

Regierung verkauft Devisenreserven

Derweil stemmt sich die russische Regierung mit allen Mitteln gegen die Rubel-Krise. Zur Stützung der schwachen Währung hat das russische Finanzministerium damit begonnen, Devisenreserven auf den Markt zu werfen. "Wir verkaufen so viel wie nötig ist", sagte ein Behördensprecher. In den Wochen zuvor hatte bereits die russische Zentralbank Milliarden an Devisenreserven verkauft. In der Nacht zum Dienstag hatte die Zinsen von 10,5 auf 17 Prozent angehoben, um den Kursrutsch abzufedern.

Am Mittwoch konnte sich der Rubel von seinen schweren Verlusten der vergangenen Tage etwas erholen, nachdem er am Montag und Dienstag nach panikartigen Verkäufen zum Dollar um jeweils einen zweistelligen Prozentbetrag gefallen war. Am Mittwoch ging es trotz der allgemeinen Dollarstärke um zehn Prozent nach oben.

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