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Fall Kirch: Deutscher Bank droht Millionen-Bußgeld


Fall Kirch  

Deutscher Bank droht Millionen-Bußgeld

20.12.2014, 16:40 Uhr | rtr

Fall Kirch: Deutscher Bank droht Millionen-Bußgeld. Der Deutschen Bank droht wegen Täuschung der Justiz im Fall Kirch ein Bußgeld. (Quelle: dpa)

Der Deutschen Bank droht wegen Täuschung der Justiz im Fall Kirch ein Bußgeld. (Quelle: dpa)

Die Deutsche Bank könnte im Fall Kirch wegen versuchter Täuschung der Justiz zu einem Bußgeld in Millionenhöhe verdonnert werden. Das gehe aus der 627-seitigen Anklageschrift der Münchner Staatsanwaltschaft gegen Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen, seine beiden Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weitere Ex-Vorstände hervor. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" in einer Vorabmeldung zu ihrer Wochenendausgabe.

Die Staatsanwaltschaft werfe den fünf Topmanagern versuchten Prozessbetrug vor. Sie hätten mit falschen Angaben bei Gericht Schadenersatzansprüche des Mitte 2001 verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch und seiner Erben abwehren wollen. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Sollte das Landgericht die Anklage zulassen, wird die Staatsanwaltschaft dem Zeitungsbericht zufolge in der Hauptverhandlung eine Geldbuße gegen die Bank beantragen. Dies würden die Ermittler in ihrer Anklageschrift definitiv ankündigen. Ein mögliches Bußgeld in Höhe von zehn Millionen Euro, von dem die Zeitung berichtet hatte, wurde von der Staatsanwaltschaft jedoch dementiert. Eine mögliche Geldbuße könne in diesem Fall maximal eine Million Euro betragen, heißt es in einer Pressemitteilung der Anklagebehörde vom Samstag. Das hatte die Staatsanwaltschaft bereits im September bekanntgegeben, als sie die Anklage gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und weitere Spitzenbanker bestätigte.

Der Anklage zufolge habe die Staatsanwaltschaft bei ihren Razzien in der Bank zahlreiche Dokumente entdeckt, die in dem Institut als "toxisch" beziehungsweise "nicht hilfreich" für die Auseinandersetzungen mit Kirch und seinen Erben eingestuft worden waren, berichtet die "Süddeutsche" weiter.

Kein Kommentar zu laufendem Verfahren

Eine Sprecherin der Deutschen Bank lehnte am Freitagabend eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab. Die Bank werde sich nicht dazu äußern, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Deutschlands größtes Geldhaus hatte im Februar nach mehr als zwölf Jahren gerichtlicher Auseinandersetzung mit den Kirch-Erben einen Vergleich geschlossen. Der damalige Bank-Chef Breuer hatte in einem Interview Zweifel an der Kreditwürdigkeit des wankenden Medienimperiums geschürt - und damit nach Lesart der Kläger die Pleite unausweichlich gemacht.

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