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DIW: Kluft zwischen Arm und Reich wächst nicht mehr


Stillstand seit 2006  

Kluft zwischen Arm und Reich wächst laut DIW nicht mehr

22.12.2014, 13:39 Uhr | dpa, t-online.de

DIW: Kluft zwischen Arm und Reich wächst nicht mehr. Eiserner Steg in Frankfurt: Arm vor Hochhauskulisse (Quelle: imago/Mika)

Eiserner Steg in Frankfurt: Arm vor Hochhauskulisse (Quelle: imago/Mika)

"Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer." Dieser griffige Spruch ist auch in Bezug auf Deutschland immer wieder zu hören. Doch er stimmt offenbar noch weniger als bisher gedacht. Korrekt war: Die Reichen werden reicher - und die Armen werden auch reicher, aber langsamer. Deshalb hätte sich die Kluft zwischen Arm und Reich dennoch weiter vergrößert. Doch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagt jetzt: Seit 2006 ist die Ungleichheit praktisch dieselbe geblieben.

Das sagte der DIW-Wirtschaftsforscher Gert Wagner dem "Berliner Tagesspiegel" und verwies auf Langzeituntersuchungen des Instituts. "Danach hat die Spaltung der Gesellschaft, was die Verteilung von Einkommen und Vermögen angeht, zwar in den Jahren zwischen 1985 und 2005 zugenommen, aber seitdem hat sich nichts mehr wesentlich verändert."

Zuletzt hatte die OECD noch hervorgehoben, dass in Deutschland seit Mitte der 80er Jahre der Abstand zwischen Arm und Reich wachse, was schlecht für das Wirtschaftswachstum sei.

Auch der französische Ökonom Thomas Piketty hatte für seine Aussage viel Aufmerksamkeit bekommen, wonach die Reichen immer reicher und vom Kapitalismus begünstigt würden. Dazu sagte Wagner: "Man muss auf die Details achten. Mit der passenden Auswahl der Zeitreihen und der Statistiken kann man so ziemlich alles, was man sich politisch wünscht, illustrieren."

Altersarmut statt Wohlstand

Durchschnittsverdiener dürfen sich nach Wagners Worten im "Tagesspiegel" aber auch keine Hoffnungen auf allzu große Sprünge machen. Für ein Reihenhaus müsse man schon ein doppelt verdienendes kinderloses Paar sein, sagte der Wirtschaftsprofessor.

Reiche in Deutschland könnten aber durchaus noch stärker besteuert werden. Er glaube nicht, "dass bei der Kapitalbesteuerung die sinnvolle Grenze schon erreicht wäre", sagte Wagner. Große Ausweichtendenzen ins Ausland seien dabei nicht zu befürchten, "da es immer schwieriger wird, Länder zu finden, in denen man sein Kapital noch vor den Finanzämtern verstecken kann." Der Staat könne hier also durchaus mutig sein.

Vor allem in Ostdeutschland drohe derweil eine wachsende Altersarmut. "In Ostdeutschland gehen jetzt Leute in Rente, die faktisch 25 Jahre lang arbeitslos waren, die nach der Wende also nie eine auskömmliche Erwerbstätigkeit hatten", sagte Wagner. Die Probleme dieser Menschen zu lösen, werde durch die Rente ab 63 und die Mütterrente nicht einfacher, weil deshalb das Geld dafür fehle.

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