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Airbus liefert erstes Großraumflugzeug A350 aus

Neues Großraumflugzeug  

Airbus liefert erste A350 aus

22.12.2014, 14:43 Uhr | dpa, AP

Airbus liefert erstes Großraumflugzeug A350 aus. Erste A350 XWB wird von Airbus an Qatar Airways ausgeliefert (Quelle: Patrick Bernard/ AbacaPress.com/ dpa)

Erste A350 XWB wird von Airbus an Qatar Airways ausgeliefert (Quelle: Patrick Bernard/ AbacaPress.com/ dpa)

Airbus hat nach jahrelanger Verzögerung heute die erste Maschine seines neuen Hoffnungsträgers ausgeliefert: das Großraumflugzeug A350 XWB (Extra Wide Body). In einer feierlichen Zeremonie übernahm Qatar Airways in Toulouse das erste Exemplar des Langstrecken-Flugzeugs des europäischen Flugzeugbauers. Die Airbus-Aktie rutschte heute allerdings leicht ins Minus.

Die zweistrahlige Maschine gilt als wirtschaftlicher Hoffnungsträger für Airbus sowie als Antwort auf den "Dreamliner" 787 und vor allem auf die 777 des US-Konkurrenten Boeing. Von den komplett neu entwickelten zweistrahligen Maschinen wie der A350 und dem "Dreamliner" versprechen sich Airbus und Boeing deutliche Treibstoff-Einsparungen von bis zu 25 Prozent. Entsprechend soll auch der Schadstoffausstoß sinken.

Katar-Hauptstadt soll neuer Knotenpunkt werden

Airbus-Chef Fabrice Brégier sprach von einem "historischen Tag" für das Unternehmen, denn Airbus liefere nicht jedes Jahr einen neuen Flugzeugtyp aus. Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker nannte es einen stolzen Augenblick, "dieses Flugzeug der neuesten Generation in unserer schnell wachsenden Flotte willkommen zu heißen".

Den ersten kommerziellen Flug soll die A350 am 15. Januar von Doha nach Frankfurt absolvieren, kündigte Al Baker an. Katar will die Hauptstadt Doha im Vorfeld zur dortigen Fußballweltmeisterschaft 2022 zu einem wichtigen Knotenpunkt für den internationalen Luftverkehr machen.

Langversion soll 2017 folgen

In der A350-900 genannten Standardversion können bis zu 315 Passagiere über eine Distanz von 14.500 Kilometern reisen. Geplant ist auch eine Langversion für 369 Passagiere (A350-1000), deren Erstauslieferung für das Jahr 2017 angesetzt ist (siehe Grafik unten).

Die eigentlich ebenfalls geplante Kurzversion A350-800 soll allerdings der modernisierten Neuauflage des Langstreckenjets A330 zum Opfer fallen. Mit sparsameren Triebwerken und weiteren Verbesserungen soll der 20 Jahre alte Flugzeugtyp unter dem Namen A330neo eine zweite Jugend bekommen.

 (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Knapp 300 Millionen Dollar für einen Flieger

Die A350-Jets werden am Firmensitz in Toulouse im Südwesten Frankreichs zusammengebaut. Teile von Rumpf, Leitwerken, Tragflächen oder Landeklappen kommen aus den deutschen Airbus-Werken in Hamburg, Stade und Bremen.

Airbus hatte die ursprünglichen Baupläne für die Maschine (Modernisierung der A330) nach Kritik von Fluggesellschaften komplett über den Haufen geworfen, um sie sparsamer im Verbrauch und damit wettbewerbstauglicher zu machen. Das hatte die Fertigstellung verzögert.

Die Basisversion A350-900 steht mit 295,5 Millionen US-Dollar pro Maschine in der Preisliste. Bisher liegen Airbus Bestellungen für 778 Exemplare des Flugzeugs vor. Für Airbus ist es das erste Passagierflugzeug der neueren Generation seit dem Superjumbo A380.

A380 wird nicht eingestellt

Apropos A380: Airbus-Chef Fabrice Brégier hat Spekulationen über ein mögliches Aus für das Großraumflugzeug von Tisch gewischt. Es wäre "einfach nur verrückt" zu glauben, dass Airbus das A380-Programm aufgeben würde, sagte Bregier. Der Superjumbo stehe kurz davor, die Gewinnschwelle zu erreichen.

Finanzchef Harald Wilhelm hatte Anfang Dezember vor Investoren angedeutet, dass Airbus in seinen Szenarien für die Zukunft des A380, der die Erwartungen bei den Bestellungen bisher nicht erfüllt, auch ein Ende des Prestigeprojekts für möglich hält. Schon kurz darauf war Airbus aber wieder zurückgerudert:

Das gesamte Airbus-Management stehe hinter dem A380 und sei von seinen Marktchancen überzeugt, sagte ein Sprecher. Aber jedes Investment bei Airbus erfordere ein überzeugendes Geschäftsmodell, und das werden werde geprüft.

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