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Bundesbankpräsident Jens Weidmann: 2015 wird besser als erwartet


Wachstumsschub  

Weidmann verspricht Deutschen besseres 2015

29.12.2014, 11:25 Uhr | AFP, rtr, dpa

Bundesbankpräsident Jens Weidmann: 2015 wird besser als erwartet. Bundesbankpräsident Jens Weidmann erwartet ein Wachstumsplus für Deutschland (Quelle: dpa)

Bundesbankpräsident Jens Weidmann erwartet ein Wachstumsplus für Deutschland (Quelle: dpa)

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat den Deutschen Hoffnung auf ein besser als erwartetes Jahr 2015 gemacht. "Nach derzeitigem Stand und wenn der Ölpreis so niedrig bleibt, wird die Inflation noch niedriger als gedacht, das Wachstum aber besser", sagte Jens Weidmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Vor diesem Hintergrund sprach sich Weidmann in deutlichen Worten gegen die von der Europäischen Zentralbank (EZB) anvisierten Käufe von Staatsanleihen aus den Euroländern aus, um das Wachstum zu fördern.

"Mich irritiert, dass in der öffentlichen Debatte in letzter Zeit immer nur noch eine Frage im Raum steht: Wann kauft ihr denn endlich?", sagte Weidmann. Der Bundesbankpräsident wies darauf hin, dass für die geforderten Anleihenkäufe am Ende die Steuerzahler haften würden. "Für die Verluste aus diesen Käufen haften die Notenbanken im Euroraum gemeinsam - und damit am Ende die Steuerzahler", sagte Weidmann. Zudem seien derartige Maßnahmen zur Förderung des Wachstums derzeit gar nicht nötig.

"Europa geht es nicht so schlecht wie mancher glaubt", sagte Weidmann. Die Prognosen sagten vielmehr eine Erholung im Euroraum voraus. Das billige Öl wirke zudem wie ein Konjunkturprogramm. "Uns wird ein Konjunkturprogramm geschenkt, wozu also noch geldpolitisch eins draufsetzen?", fragte Weidmann. Es "sollte für unsere Entscheidungen im EZB-Rat am Ende nicht ausschlaggebend sein", dass die Finanzmärkte Anleihenkäufe erwarteten, sagte der Bundesbankpräsident der "FAS".

EZB entscheidet bald

Die Euro-Notenbank will im ersten Quartal über den Einsatz weiterer geldpolitischer Instrumente gegen die Wachstumsschwäche und eine drohende Deflation entscheiden. EZB-Präsident Mario Draghi hat deutlich gemacht, dass er notfalls ohne Zustimmung der Deutschen neue Schritte gehen will. Dazu könnte auch der massenhafte Aufkauf von Staatsanleihen gehören.

Mit seiner Einschätzung zum Wirtschaftswachstum steht Weidmann derweil nicht alleine da. Auch der Chef des Sachverständigenrats, Christoph Schmidt, erwartet wegen des gesunkenen Ölpreises ein stärkeres Wachstum der deutschen Wirtschaft. Der "Welt am Sonntag" sagte er: "Die deutsche Wirtschaft wächst nun allein wegen des deutlich gesunkenen Ölpreises um bis zu 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte stärker."

Schmidt warnte zugleich vor Euphorie. "Wir leben in unsicheren Zeiten, (aber) die Wellen von Euphorie und Pessimismus scheinen immer stärker zu werden." Nicht jede Bewegung dürfe gleich überinterpretiert werden.

Regierung erwartet Wachstumsschub

Auch die Bundesregierung rechnet derweil mit einem deutlichen Wachstumsschub durch den niedrigen Ölpreis. Demnach dürfte dieser die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um 0,2 bis 0,3 Prozent nach oben treiben, berichtete "Der Spiegel" unter Berufung auf einen internen Vermerk des Wirtschaftsministeriums. Es gehe ferner davon aus, dass Deutschland rund zwölf Milliarden Euro oder fast 25 Prozent weniger an die Ölförderländer überweisen werde als 2014. Das Ministerium stelle sich auf eine "lang anhaltende Phase niedriger Ölpreise" ein.

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