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Seltene Erden: China hebt Exportbeschränkungen auf


Exportbeschränkungen von Seltenen Erden  

China gibt im Rohstoffstreit nach

06.01.2015, 08:10 Uhr | rtr

Seltene Erden: China hebt Exportbeschränkungen auf. Im Tagebau werden im chinesischen Ganxian Seltene Erden gefördert  (Quelle: dpa)

Im Tagebau werden im chinesischen Ganxian Seltene Erden gefördert (Quelle: dpa)

China hat staatlichen Medien zufolge die Exportbeschränkungen für Seltene Erden aufgehoben. Damit komme es einem Schiedsspruch der Welthandelsorganisation (WTO) nach, die die Ausfuhrquoten für unzulässig erklärt hatte, berichteten die Medien.

Aus China stammen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an den begehrten Industriemetallen. Sie werden für Rüstungs- und viele Technologieerzeugnisse wie Computer, Handys, Windturbinen und Batterien benötigt.

China hat gewaltige Umweltprobleme

China hatte die Ausfuhr 2010 mit der Begründung beschränkt, Umwelt und Ressourcen besser schützen zu wollen. Die Regierung in Peking verweist darauf, dass auch andere Länder wie die USA viele Abbaustätten aus ökologischen Gründen geschlossen hätten.

Zur Gewinnung Seltener Erden sind hohe Mengen von Säure erforderlich. Außerdem fallen leicht radioaktive Abfälle an. Jahrzehnte ungebremsten Wirtschaftswachstums haben China gewaltige Umweltprobleme gebracht.

Das WTO-Schiedsgericht urteilte im März nach einer Klage der USA, der EU und Japans, dass die Exportquoten chinesischen Firmen unfaire Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Beschränkungen hatten die Weltmarkt-Preise für die stark gefragten Rohstoffe drastisch in die Höhe getrieben.

Es war erwartet worden, dass China die Quoten etwa durch höhere Rohstoff-Steuern ersetzt. Die Führung in Peking hatte versucht, die heimische Produktion zu drosseln und verstärkt gegen Schmuggel und illegale Produktion vorzugehen.

Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie sind zwar nicht wirklich so selten, wie es der Name vermuten lässt, kommen aber meist nur in geringen Konzentrationen vor, die eine alleinige Ausbeutung häufig unrentabel machen.

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