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Weltbank kappt Wachstumsprognose: Nur noch drei Prozent erwartet


Nur noch drei Prozent erwartet  

Weltbank kappt Wachstumsprognose

14.01.2015, 13:21 Uhr | rtr, dpa-AFX

Weltbank kappt Wachstumsprognose: Nur noch drei Prozent erwartet. Niedrige Zinsen und die Erholung auf dem Arbeitsmarkt kurbeln die Wirtschaft in den USA an. (Quelle: Reuters)

Niedrige Zinsen und die Erholung auf dem Arbeitsmarkt kurbeln die Wirtschaft in den USA an. (Quelle: Reuters)

Die globale Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Weltbank von den Folgen der Finanzkrise noch nicht vollständig erholt. Für das laufende Jahr rechnet die Entwicklungshilfe-Organisation mit Sitz in Washington D.C. mit einem moderaten Wachstum von drei Prozent. Bis 2017 werde sich das globale Wachstum zwischen drei und 3,3 Prozent einpendeln, heißt es im neuen Weltwirtschaftsausblick.

In den zwei Jahren vor der Krise war die globale Wirtschaft noch um vier Prozent (2006) beziehungsweise 3,7 Prozent (2007) gewachsen.

Ihre Schätzung für das vergangenen Jahr musste die Weltbank erneut nach unten korrigieren. 2014 hatte die Weltwirtschaft demnach um 2,6 Prozent zugelegt, zuvor waren die Ökonomen noch von 2,8 Prozent ausgegangen. Damit setze sich ein "Muster enttäuschender Ergebnisse" fort, hieß es. "Die Risiken dieser langsamen globalen Erholung sind bedeutend und neigen nach unten", schreiben die Ökonomen.

Von der Erholung auf den Arbeitsmärkten und der lockeren Geldpolitik der Notenbanken profitierten besonders die USA und Großbritannien, während es in der Euro-Zone und Japan nur zögerlich voranging. "Wenn der Euro-Raum oder Japan in eine verlängerte Flaute oder Deflation rutschen, könnte sich der globale Handel noch weiter abschwächen", warnte die Weltbank in dem Bericht. Auch in China verlangsame sich das Wachstum-Tempo. Bei den Schwellenländern trugen Russland und Brasilien zu der pessimistischeren Einschätzung bei.

USA als Motor der Weltwirtschaft

"Die Weltwirtschaft fährt mit einem Motor, [...] dem amerikanischen", betonte Chefvolkswirt Kaushik Basu. Deswegen gebe es keine rosigen Aussichten.

Sinkende Rohstoffpreise, niedrige Zinsen und ein schwacher Welthandel dürften sich dieses Jahr beim Wachstum bemerkbar machen. Der drastische Rückgang der Ölpreise seit Mitte 2014 werde der Weltwirtschaft zwar einen Schub verleihen, das Wachstum in den Öl exportierenden Ländern aber zugleich abschwächen. Hindernisse für Investitionen müssten weltweit abgebaut werden, mahnte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. "Der Privatsektor ist bei weitem die größte Quelle für Jobs, die Hunderte Millionen Menschen aus großer Armut befreien kann."

Für die Entwicklungsländer sagte die Weltbank ein Wachstum von 4,8 Prozent voraus, nach 4,4 Prozent im vergangenen Jahr. "In dieser unsicheren Wirtschaftslage müssen Entwicklungsländer ihre Ressourcen vernünftig einsetzen", mahnte Kim, und rief die Länder zu passenden Sozialprogrammen für arme Menschen auf.

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