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Goldreserven für Deutschland: Bundesbank holt immer mehr Gold

Tonnenweise Edelmetall  

Bundesbank holt immer mehr Gold nach Deutschland

19.01.2015, 13:46 Uhr | dpa-AFX, AFP

Goldreserven für Deutschland: Bundesbank holt immer mehr Gold. Bundesbank-Mitarbeiter stapeln Gold-Barren - für die Fotografen (Quelle: dpa)

Bundesbank-Mitarbeiter stapeln Gold-Barren - für die Fotografen (Quelle: dpa)

Die Deutsche Bundesbank hat im vergangenen Jahr weitere 120 Tonnen Gold von ausländischen Lagerstellen nach Frankfurt gebracht. Davon stammten 35 Tonnen aus ihren Beständen in Paris und 85 Tonnen aus New York, wie die Notenbank mitteilte.

Die Umsetzung ihres Anfang 2013 vorgestellten Gold-Lagerstellen-Konzepts verlaufe reibungslos und sei 2014 intensiviert worden, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: "Wir liegen sehr gut im Zeitplan." Die deutsche Zentralbank will ab 2020 die Hälfte ihrer aktuell 3384 Tonnen an deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren in Frankfurt lagern. Dazu müssen in den nächsten Jahren noch knapp 520 Tonnen aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden.

Gold bleibt für den Krisenfall auch im Ausland

Die Umsetzung des neuen Lagerkonzepts verlaufe "reibungslos", erklärte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Momentan lagern am Sitz der Bundesbank in Frankfurt am Main knapp 1200 Tonnen Gold. Weitere 1400 Tonnen aus ihrem Bestand hütet die US-Notenbank Fed. Bei der Bank of England in London und bei der Banque de France in Paris lagern weitere 440 beziehungsweise 310 Tonnen Gold.

Beinahe ein Viertel der Barren (23 Prozent), die verlagert werden sollen, befindet sich bereits in den Tresoren in Frankfurt, betonte die Bundesbank. Seit 2013 seien 67 Tonnen aus Paris und 90 Tonnen aus New York in die Zentrale der Notenbank überführt worden.

Mehr als 1200 Tonnen sollen nach dem Jahr 2020 in New York bleiben, 445 Tonnen in London. Thiele hatte dies kürzlich so begründet: "Gold kann im Krisenfall beliehen oder in eine andere Währung getauscht werden."

50 Tonnen Gold umgeschmolzen

Die Bundesbank nutzte die Verlagerung aus New York, um etwa 50 Tonnen Gold auf den heute marktüblichen Barrenstandard "London Good Delivery" umschmelzen zu lassen, sagte Thiele: "Bei dieser Art von Stichprobenkontrolle haben wir auch auf die Expertise der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zurückgegriffen. Wie erwartet gab es keine Beanstandungen."

Übersicht Goldbestände der Bundesbank heute und künftig (Quelle: dpa)Übersicht Goldbestände der Bundesbank heute und künftig (Quelle: dpa) Das Edelmetall war vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank übergegangen: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.

Gold-Schatz wächst im Wert

Heute hat die Bundesbank nach den USA den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Ende November 2014 hatten die Barren einen Wert von 105 Milliarden Euro. Mit dem Goldpreis-Anstieg der vergangenen Wochen bei gleichzeitig fallendem Euro-Kurs hat sich dieser Wert mittlerweile vergrößert.

2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland. Die Bundesbank reagierte mit der Ankündigung, einen Teil des Auslands-Goldes künftig in Deutschland zu lagern.

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